Motorsport

Billy Mongers Rückkehr perfekt: Formel-3-Rennen in England

Billy Monger geht weniger als ein Jahr nach seinem Horror-Unfall wieder bei einem Rennen an den Start. Sein Formel-3-Auto wurde dafür speziell angepasst.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Ein Comeback für die Geschichtsbücher: Billy Monger wird weniger als ein Jahr nach seinem schrecklichen Unfall wieder bei einem Formel-Rennen an den Start gehen. Der 18-Jährige, der in Folge eines Unfalls beide Unterschenkel verloren hatte, steigt beim Saisonauftakt der Britischen Formel 3 im Oulton Park wieder ins Rennauto. Am 31. März wird er ein speziell umgebautes Carlin-Rennauto bewegen.

"Ich freue mich, bekanntzugeben, dass ich beim ersten Rennen der Britischen Formel 3 an diesem Wochenende in der Startaufstellung stehe", bestätigte Monger auf seiner Twitter-Seite. "Ein Rennen nach dem anderen, aber ich hoffe, dass ich bald auch den Rest der Saison bestätigen kann. Danke an Carlin für eure ständige Unterstützung!"

Ein Teamsprecher von Carlin zu Mongers Rückkehr ins Renngeschehen: "Es ist einfach unglaublich, dass er zurück ist. Er hilft dabei, das Team zu motivieren, er ist konkurrenzfähig und hat das Potenzial, noch viel mehr zu erreichen. Wir wollen ihm dabei helfen."

Carlin erhielt die Ausnahme-Erlaubnis, im Oulton Park vier statt der eigentlich drei erlaubten Rennautos pro Team einzusetzen. Wegen seiner Behinderung wurde das Auto auf Mongers Bedürfnisse angepasst: Über einen Schalter am Lenkrad kann er mit der rechten Hand beschleunigen, mit der linken schaltet er die Gänge durch. Mit seiner rechten Beinprothese kann er die Bremse betätigen.

Monger bestritt in den vergangenen Wochen einige Testfahrten für Carlin, um herauszufinden, ob er wieder bereit ist, Rennen zu fahren. Seinen ersten Test mit einem Formel-3-Boliden hatte er Anfang Februar im Oulton Park. "Vor ein paar Monaten hätte ich das nicht für möglich gehalten", sagte er anschließend. "Es liegt noch ein langer Weg vor mir, aber das Ziel kommt näher."

Im Winter hatte Monger gemeinsam mit der FIA und dem britischen Motorsportverband daran gearbeitet, eine Regel abzuschaffen, die es körperlich eingeschränkten Fahrer verbietet, an Singe-Seater-Rennen teilzunehmen. Zurück ins Auto gestiegen war Monger schon vor dem F3-Test: Bereits im Juli war der Brite in einem Fun Cup unterwegs gewesen, um seine Rennlizenz zurückzuerhalten.


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