Attacke, Attacke, Attacke - so lautete das Motto von Marc Marquez in den vergangenen Wochen, um 2026 doch noch MotoGP-Weltmeister werden zu können. Mit Erfolg: Er holte in drei der letzten vier Grands Prix das Maximum von 37 Punkten. Nun wartet in Mandalika aber die Angststrecke des Spaniers. Seit Aufnahme in den Kalender 2022 konnte er hier noch kein einziges Rennen beenden, während Aprilia im Vorjahr dominierte. Da kann es an diesem Wochenende nur um Schadensbegrenzung geben, oder? Ja, nach den Trainings am Freitag scheint aber auch mehr möglich.

Marc Marquez überrascht in Mandalika: Rückstand kleiner als gedacht!

"Wir hätten gedacht, dass unser Rückstand größer wäre", freute sich bereits Teammanager Davide Tardozzi über Platz zwei im 1. Freien Training, ehe in den Abendstunden dann auch Marquez selbst zufrieden bilanzierte: "Das war besser als gedacht!" Im Training reichte es für ihn zwar 'nur' noch zu Platz fünf, aber "wir sind zumindest in der Mitte der Gruppe dabei. Ich bin wie erwartet nicht der Schnellste, aber auch näher dran als wir gestern gedacht hatten. Darüber bin ich froh."

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Kann Marquez am Samstag also vielleicht für eine dicke Überraschung sorgen und um den Sprintsieg mitkämpfen? Nein, das wäre wohl zu ambitioniert. Schließlich fehlten dem Ducati-Piloten trotz Platz fünf im Training ganze 0,701 Sekunden auf den Tagesschnellsten Raul Fernandez. Aber es scheint zumindest eine realistische Chance auf den Titel des 'Best of the rest' hinter den Aprilias und auf eine weitere Steigerung am Sonntag im Grand Prix zu geben - dank wichtiger Erkenntnisse aus dem Vorjahr.

Dieses hatte für Marquez bekanntlich mit der Kollision mit Marco Bezzecchi und der abermaligen Schulterverletzung geendet, die ihn für die restliche Saison auf das heimische Sofa verbannte. Was dabei jedoch etwas unterging: Nach zuvor schwierigem Indonesien-GP mit Platz sechs im Sprint hatte Marquez am Sonntagmorgen womöglich einen Durchbruch auf der Angststrecke erzielt, war im Warm Up nämlich Zweiter geworden. "Ich habe da verstanden, was ich auf dieser Strecke brauche. Meine Rennpace ist schon ziemlich konstant, nur auf eine Runde habe ich noch zu kämpfen", warnt er nun.

Marc Marquez hält im Indonesien-GP das Podium für möglich

Was ihm und dem Ducati-Team genau aufgefallen war? "Wir haben realisiert, dass die Strecke [während des Wochenendes, anm.] über immer mehr und mehr Gummiabrieb verfügte. Dadurch wurde der Grip immer besser und besser und ich kam immer näher und näher an die Topjungs heran." Wiederholt sich dieses Spiel auch 2026, dürfte Marquez also mit jeder weiteren Session stärker werden. Die nötige Basis dafür scheint jedenfalls vorhanden. "Die Daten aus letztem Jahr haben uns geholfen, dieses Jahr mit einer besseren Basis zu beginnen. Wir müssen noch ein paar Bereiche verbessern, um diese ein oder zwei Zehntel zu finden. Aber wenn wir das schaffen, haben wir die Möglichkeit, um die Top-Fünf oder Top-Drei zu kämpfen."

Marc Marquez kam am Freitag in Mandalika besser zurecht als gedacht, Foto: Ducati Media
Marc Marquez kam am Freitag in Mandalika besser zurecht als gedacht, Foto: Ducati Media

Ein Podium in Mandalika? Daran hätte man bei Ducati noch am Donnerstag wohl nicht einmal zu träumen gewagt. 24 Stunden später macht sich aber auch in der Garage von Marquez Hoffnung breit. Auch Tardozzi glaubt: "Unser Gegner [Aprilia, Anm.] ist mit vielen Fahrern schnell. Das heißt, dass es für uns schwierig werden könnte, weil wir ihm Vergleich mit ihnen etwas zu kämpfen haben. Aber wir haben Weltmeister - nicht nur einen - auf unseren Motorrädern und sich zuversichtlich, dass wir gute Rennen haben können."

Was meint ihr: Könnte Marc Marquez die Aprilia-Dominanz in Mandalika tatsächlich durchbrechen und ungeplante Big Points im Titelkampf einfahren? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!