Vor etwas mehr als zwei Wochen schockte MotoGP-Superstar Marc Marquez mit einem Foto auf Instagram. Darauf zu sehen: Der Zustand seiner lädierten rechten Schulter. Sein Arzt sprach im Zuge dieser Veröffentlichung davon, dass der Spanier mit "eineinhalb Armen" fahren würde. Da kam unweigerlich die Frage auf: Warum tut sich die Nummer 93 das Rennfahren überhaupt noch an? Was muss er denn noch beweisen? Unser Experte sieht nur einen Grund.

"So krass nicht erwartet" - Schulter-Foto von Marc Marquez schockiert auch Tom Lüthi

Die volle Attacke gibt es bei Marc Marquez nur noch an ausgewählten Zeitpunkten zu sehen. Nach dem Foto seiner Schulter erscheint das für Tom Lüthi nur noch logischer. "So krass hätte ich das auch nicht erwartet. Ich bin auch ein bisschen erschrocken. Das ist schon sehr heftig. Jetzt verstehen wir umso besser, warum Marc so clever agiert. Dass er in Momenten, bei denen er spürt, dass es nicht geht, zurückstecken kann. Das hat ganz klar mit dieser Verletzung zu tun. Er muss seine Kräfte schonen und einteilen. Das macht er sehr clever", meinte unser Experte in der neuesten Ausgabe des Interwetten MotoGP-Magazins. Hier könnt ihr sie sehen:

MotoGP-Teamkollegen 2027 - Lüthi: Acosta kann Marquez schlagen! (41:31 Min.)

Dass der siebenfache MotoGP-Weltmeister überhaupt noch eine volle Saison bestreiten kann, erscheint für viele Beobachter bereits erstaunlich. Ewig lang wird das laut Tom Lüthi aber auch nicht mehr gehen: "Wir werden das in Zukunft beobachten können. Marc braucht grundsätzlich vom Alter her mehr Energie in der Vorbereitung und längere Erholungszeiten. Das ist ganz normal. Und dann kommt so eine Schulter noch hinzu. Irgendwann wird ihm die Zeit ausgehen, das ist ganz klar. Aber davon wollen wir jetzt noch nicht sprechen. Das ist noch zu früh." Marc Marquez hat noch einmal für zwei weitere Jahre bei Ducati unterschrieben. Es gilt als wahrscheinlich, dass es sich um seine letzten Saisons handeln wird.

Marc Marquez beim Krafttraining
Marc Marquez veröffentlichte dieses Foto, Foto: Instagram / Marc Marquez

Fortsetzung der MotoGP-Karriere: Marc Marquez hat nur einem etwas zu beweisen

Oder auch nicht, denn die Motivation des 33-Jährigen scheint weiter ungebrochen. Warum macht er das nach so vielen Erfolgen und Rekorden noch? Für Tom Lüthi ist klar, dass der Ausnahmekönner nur einer einzigen Person Rechenschaft schuldig ist: "Marc Marquez beweist nicht uns allen, dass er der Beste ist und bleiben will. Sondern er macht es für sich selbst. Er will es sich selbst jeden Tag aufs Neue beweisen, dass er der Beste ist. Solange er das kann, geben ihm die Erfolge auch recht. Wieso nicht? Schlussendlich steht da doch auch eine große Leidenschaft für diesen Sport dahinter."

Marc Marquez brennt weiter für den Motorradsport, Foto: Ducati Media
Marc Marquez brennt weiter für den Motorradsport, Foto: Ducati Media

Das Feuer für den Motorradsport brennt auch in einem geschundenen Körper. Auch das kann Tom Lüthi gut nachvollziehen: "Das kenne ich natürlich auch aus meiner Zeit. Da nimmt man sehr viel in Kauf, um die eigene Leidenschaft noch weiterzuleben. Und ich denke, das ist der Punkt bei Marc Marquez. Und nicht, dass er irgendjemandem irgendetwas beweisen müsste, sondern nur sich selbst."

Obwohl er zwei funktionsfähige Arme hat, sind die Probleme bei Marquez' Teamkollegen Francesco Bagnaia derzeit viel größer als beim Superstar. Nun hat sich der Italiener einen Rat von Dani Pedrosa zu Herzen genommen: