Die MotoGP ist zurück in Japan. Schon im Jahr 1963 fand der erste Motorrad-Grand-Prix auf der Pazifikinsel statt, damals noch auf dem Suzuka Circuit. Nach dem tödlichen Unfall von Daijiro Kato im Jahr 2003 wurde die Strecke aus dem Kalender gestrichen, und das Mobility Resort Motegi wurde zur neuen Heimat des Japan-GP.
Die von malerischen Bergen und Wäldern umgebene Anlage ist in diesem Jahr zum 26. Mal Gastgeber des Großen Preises von Japan. Zudem handelt es sich um eine Hybrid-Strecke, die neben dem Straßenkurs auch noch ein Highspeed-Oval nach amerikanischem Vorbild beherbergt. Motorsport-Magazin.com liefert euch alle Infos zum Grand Prix der MotoGP in Motegi und blickt auf die Historie zurück.
Mobility Resort Motegi: Geschichte und Layout
Nachdem der Suzuka Circuit als nicht mehr sicher genug für ein Motorradrennen galt, wechselte die MotoGP im Jahr 1999 auf den Twin Ring Motegi. Der damalige Name verwies auf die zwei eigenständigen Kurse innerhalb des Komplexes. Die Anlage wurde 1997 vom Eigentümer Honda eröffnet, um den Motorsport in Japan zu fördern. Bis heute nutzt der Automobil- und Motorenkonzern den Kurs intensiv für Testfahrten und Entwicklungsarbeit.
Auch die MotoGP-Abteilung von Honda ist hier regelmäßig mit Testpilot Takaaki Nakagami vertreten. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wurde die Strecke 2022 von Twin Ring Motegi in Mobility Resort Motegi umbenannt, um den Fokus stärker auf die Natur- und Freizeitaktivitäten sowie Campingmöglichkeiten rund um die Rennstrecke zu lenken.

Der 4,801 Kilometer lange Kurs bietet mit seinen umliegenden Bergen und Wäldern eine beeindruckende Kulisse. Befahren wird die 15 Meter breite Strecke im Uhrzeigersinn; sie umfasst acht Rechts- und sechs Linkskurven. Zudem passieren die Fahrer zwei Tunnel, über denen die Highspeed-Strecke verläuft. Motegi ist bekannt als eine klassische Stop-and-Go-Strecke. Auf harte Beschleunigungsphasen folgen extrem späte Bremszonen. Gute Traktion beim Kurvenausgang und hoher Grip beim Einlenken sind der Schlüssel für schnelle Rundenzeiten.
Die Statistik zur MotoGP in Motegi
Seit dem Debüt der Motorrad-WM ist Motegi ein fester Bestandteil im Kalender. In der langen Geschichte gab es aber auch Zwischenfälle: 2010 musste der Grand Prix, aufgrund des eigeschränkten europäischen Flugverkehrs nach einem Vulkanausbruch in Island, vom Frühjahr in den Herbst verschoben werden. 2011 sorgten schwere Erdbeben in Japan für eine erneute Verschiebung. Seither hat das Rennen seinen Termin traditionell im Herbst. In den Jahren 2020 und 2021 fielen die Rennen wegen der Corona-Pandemie komplett aus. Seit der Namensänderung 2022 folgte keine weiteren Zwischenfälle und der Große Preis von Japan wurde stets zu den geplanten Terminen ausgetragen.

Das erste Rennen in Motegi gewann der US-Amerikaner Kenny Roberts Jr. in der damaligen 500ccm-Klasse unter nassen Bedingungen. Seit der Umstellung auf das MotoGP-Reglement im Jahr 2002 trugen sich zahlreiche Legenden in die Siegerlisten ein. Den Rekord für die meisten Siegen teilen sich Loris Capirossi, Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo und Marc Marquez mit jeweils drei Erfolgen.
Capirossi gewann von 2005 bis 2007 dreimal in Folge. Lorenzo siegte 2009, 2013 und 2014, Dani Pedrosa war 2011, 2012 und 2014 erfolgreich. Marc Marquez entschied den Japan-GP 2016, 2018 und 2019 für sich. Obwohl Motegi nicht als typischer Highspeed-Kurs gilt, erreichte Marquez hier 2025 auf Ducati eine Höchstgeschwindigkeit von 320,4 km/h.
MotoGP-Rekorde: Motegi
| Kategorie | Rekord und Fahrer |
| Rekordsieger: | Capirossi, Lorenzo, Pedrosa, Marquez (3) |
| Quali-Rekord: | 1:42.911 (Francesco Bagnaia 2025) |
| Rundenrekord: | 1:44.412 (Francesco Bagnaia 2025) |
| Top-Speed: | 320,4 km/h (Marc Marquez 2025) |


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