Was für ein MotoGP-Qualifying-Kracher in Spielberg! Jorge Martin setzt sich hauchdünn vor Marc Marquez und Pedro Acosta durch. Auch Marco Bezzecchi und Ai Ogura landen mit den Rängen vier und fünf im absoluten Spitzenfeld. Für den Sprint am Samstag um 15 Uhr und den Grand Prix am Sonntag um 14 Uhr ist also alles angerichtet.

So lief Q1 in Spielberg: Das erste Ausrufezeichen im Qualifying setzt Johann Zarco, der sich in 1:29.447 Minuten eine Zehntelsekunde vor Pol Espargaro an die Spitze setzen kann. Im zweiten Umlauf purzeln die Zeiten, Raul Fernandez geht in 1:28.877 in Führung. Dahinter Espargaro und Diogo Moreira, Zarco nur noch auf Platz vier. Mit diesem Zwischenstand geht es zum Boxenstopp.

Im zweiten Run kommt Francesco Bagnaia endlich auf Touren und schnappt sich die Bestzeit. Wenige Sekunden später zieht Zarco nach, fährt die exakt gleiche Rundenzeit und geht aufgrund der schnelleren zweitbesten Runde in Führung. An die Zarco-Bagnaia-Marke kommt keine anderer Fahrer mehr heran, das Duo zieht zeitgleich in Q2 ein.

Raul Fernandez muss sich mit P3 und damit Startplatz 13 begnügen. Neben ihm stehen Pol Espargaro und Luca Marini. In Reihe sechs stehen Moreira, Enea Bastianini und Franco Morbidelli. Die Startplätze 19 bis 21 gehen an Takaaki Nakagami, Alex Rins und Jack Miller. Am Ende des Feldes steht Toprak Razgatlioglu.

Das war Q2 zum Österreich-GP: Die Werks-Ducatis mit Francesco Bagnaia und Marc Marquez führen das Feld in den ersten Run von Q2. Schnellster Mann im ersten Umlauf ist aber Marco Bezzecchi, der sich vor Pedro Acosta und Fabio Quartararo an die Spitze setzt. Jorge Martin ist Siebter, Marc Marquez nur Neunter. Die zweite Runde gelingt Marc Marquez deutlicher besser. Er übernimmt vor Bruder Alex die Führung, dahinter reiht sich Martin ein. Acosta fällt auf P8 zurück, nachdem er in beiden Versuchen hinter anderen Fahrern festhing. Während die Konkurrenz abdreht, nutzt Acosta noch eine Runde mit freier Fahrt und kann seinen Speed nun voll ausspielen: Bestzeit, 0,147 Sekunden vor Marc Marquez. Dahinter reihen sich Alex Marquez, Martin, Bezzecchi und Fabio Di Giannantonio ein. So geht es zum Reifenwechsel.

Der finale Showdown beginnt mit einer Kampfansage von Martin: Er unterbietet Acostas Bestmarke noch einmal um 0,105 Sekunden. Der Aprilia-Star kann noch einmal nachlegen und schraubt seinen Vorsprung auf 0,411 Sekunden. Auch Acosta kann sich steigern, verpasst Martins Bestzeit aber um 71 Tausendstelsekunden. Wenig später wird Acosta von Marc Marquez auf Platz drei verdrängt, Marquez fehlen nur 15 Tausendstel auf Martin. Dann werden Gelbe Flaggen geschwenkt, Alex Marquez ist in Kurve eins gestürzt.

Die Zeitenjagd wird noch einmal eröffnet, im letzten verbleibenden Versuch ändert sich an den Spitzenpositionen aber nichts mehr. Martin holt die Pole vor Marc Marquez und Acosta. Bezzecchi führt Reihe zwei mit Ai Ogura und Alex Marquez an. In Reihe drei stehen Bagnaia, Di Giannantonio und Quartararo. Die Startplätze neun bis zwölf gehen an Zarco, Brad Binder und Fermin Aldeguer.

Das Wetter: Nach nächtlichen Regenfällen war am Samstagmorgen erst einmal nasse Strecke angesagt. In den Sessions von Moto3 und Moto2 wurde die Strecke aber trockengefahren, im 2. Freien Training der MotoGP waren bald die Slicks die eindeutige Wahl für die Fahrer. Im Qualifying änderte sich daran bei langsam durchbrechender Sonne natürlich nichts, lediglich abseits der Ideallinie lauerten noch wenige feuchte Flecken. 16 Grad Außentemperatur und auch am Asphalt wurden beim Start ins Qualifying gemessen.