KTM schreibt weiterhin MotoGP-Schlagzeilen! Nach den Fahrerverpflichtungen von Maverick Vinales und Enea Bastianini sowie den damit verbundenen Abgängen von Jack Miller und Augusto Fernandez kommt es nun zu Umstrukturierungen in der Führungsebene des österreichischen Herstellers.
KTM-Vertrag von Fabiano Sterlacchini nicht verlängert
Fabiano Sterlacchini, der im Juni 2021 als Technischer Direktor des MotoGP-Projekts geholt wurde, wird fortan nicht mehr für KTM arbeiten. Er ist bereits am Rennwochenende am Sachsenring nicht mehr mit dabei. "Es war eine stürmische Woche für uns", erklärt KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer. "Fabianos Vertrag ist vergangenen Monat ausgelaufen. Wir haben in den vergangenen Wochenenden versucht, zu einer Vertragsverlängerung zu kommen, konnten uns schlussendlich aber in ein paar Punkten einfach nicht einigen."
Um welche es sich dabei genau handelt, wollte Beirer nicht verraten: "Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir da nicht ins Detail gehen. Die Entfernung von 800 oder 900 Kilometer zu seinem Zuhause in Italien hat definitiv nicht geholfen. Das soll aber keine Ausrede sein. In ein paar Punkten konnten wir uns nicht einigen, weshalb wir uns im beiderseitigen Einvernehmen für die Trennung entschlossen haben."
KTM und Fabiano Sterlacchini: Kein böses Blut
Wie Beirer betont, sei die Zusammenarbeit mit Sterlacchini aber nicht im Streit geendet. "Wir hätten gerne wieder einen Dreijahresvertrag mit Fabiano abgeschlossen", erklärt der KTM-Motorsportdirektor. "Ich bin traurig, dass wir nicht zu Ende bringen konnten, was wir zusammen begonnen haben. Wir hatten einen Plan und eine Mission, die wir jetzt leider aufgeben müssen. Fabiano hat in unserem Projekt Bereiche erkannt, die wir vorher gar nicht abgedeckt hatten. Er hat sie aufgebaut und einen anderen Weg eingeschlagen. Das Projekt ist dank ihm nun viel stabiler und wir haben mehr gute Leute im Team. Ich bin mit seiner Arbeit in den letzten drei Jahren sehr zufrieden. Fabiano verlässt unser Unternehmen aber als Freund."

Wer in Zukunft die Rolle des Technischen Direktors bei KTM übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Es scheint aber zu einer unternehmensinternen Nachbesetzung zu kommen. "Wir haben zuhause einen großartigen Ingenieur, der diese Rolle übernehmen wird", verrät Pit Beirer.



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