Wie lief die Qualifikation?
Karel Abraham: "Nicht so gut, denn ich bin heute früh zwei Mal gestürzt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal an einem Tag so oft gestürzt bin. Es war ein sehr schlechter Tag, denn wir hatten viele Probleme mit der Front und ich bin zwei Mal gestürzt und weiß nicht einmal warum. Meine Mechaniker wissen nicht warum, ich weiß nicht warum. Jetzt haben wir ein paar Vermutungen, aber es war einfach unerwartet. Ich bin in die Kurve gefahren, hab Gas gegeben und hatte ein schlechtes Gefühl. Wir müssen morgen irgendwas am Setup ändern und eine Lösung finden, denn wenn nicht, haben wir ein echt großes Problem. Ich habe mich trotzdem als 13. qualifiziert, was an sich nicht so schlecht ist, denn ich will immer eine Position um den zehnten Platz. Wir werden also unser Bestes geben, um morgen ein gutes Rennen zu fahren."
Was erwartest Du am Sonntag?
Karel Abraham: "Ich möchte eigentlich nichts erwarten, nur mein Bestes im ganzen Rennen geben. Ich will die Fahrer vor mir nicht wegziehen lassen und versuchen dran zu bleiben und schon beim Start so viele Fahrer wie möglich überholen. Wir werden sehen. Valentino [Rossi] startet noch hinter mir, ich werde versuchen, ihn nicht vorbei zu lassen und sollte er mich doch überholen, werde ich versuchen, an ihm dran zu bleiben und zu den anderen aufzuschließen. In den letzten Rennen war er da auch ziemlich gut."
Der Sachsenring ist im Vergleich zu allen anderen Strecken ziemlich speziell. Wie gefällt es Dir hier?
Karel Abraham: "Mit der 250er und der Moto2 mochte ich die Strecke sehr, aber mit der MotoGP-Maschine ist es ziemlich schwierig. Es gibt nicht viele Rechtskurven und besonders hinten bergab die Kurve ist sehr gefährlich für uns, weil die rechte Seite des Vorderreifens immer noch kalt ist, da kann man sehr leicht stürzen. Das ist ein bisschen gefährlich für uns und wir müssen da sehr aufpassen."
Was wird, wenn es am Sonntag regnet?
Karel Abraham: "Es wäre nicht gut für uns, wenn es regnet. Wobei, wenn es schon im Warm-Up nass ist, wäre es vielleicht nicht schlecht, aber wenn das trocken ist und im Rennen regnet es dann, wäre das sehr schlecht, denn wir haben kein Training im Nassen und daher auch kein Gefühl dafür. Wir werden sehen. Mir wäre ein trockenes Rennen also lieber."
Deutschland ist für Tschechen nicht sehr weit. Sind viele deiner Fans angereist?
Karel Abraham:"Ja, es sind viele Leute da. Fans, Sponsoren, Freunde, sie sind alle gekommen, denn es ist nach Brünn natürlich das nächste Rennen."

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