War es am Samstag im Qualifying für Marcel Schrötter auf Phillip Island gar nicht gelaufen, konnte der Mahindra-Pilot am Sonntag im Rennen bei schwierigen Bedingungen überzeugen und als Elfter Punkte mitnehmen. "Nach den vielen Problemen in den Trainings war es ein gutes Rennen. Wir sind mit unserer Leistung und der Platzierung sehr zufrieden", sagte er. Am Start war zunächst einmal Hektik angesagt, weil das Wetter noch vor dem Losfahren mehrmals wechselte. "Aber nach dem kurzen Regenschauer reichte ein Blick zum Himmel, [um zu wissen,]dass man mit Slicks am besten bedient sein wird."

In den ersten Runde war dennoch Vorsicht geboten, da der erste Abschnitt nach wie vor nass war. Schrötter kam gut weg und überstand die schwierige Anfangsphase unbeschadet, woraufhin er mit seinem Teamkollegen Danny Webb begann, sich nach vorne zu arbeiten, bis er bei den Top-10 ankam. "Bis zum letzten Renndrittel hatte ich mit Danny einen tollen Fight. Das war recht unterhaltsam. Aber gegen Rennende hat mein Reifen zu stark abgebaut, weshalb ich nicht mehr mithalten konnte. Zum Schluss sind dann auch noch Terol und Vinales von hinten herangeflogen gekommen, aber mit den Beiden mitzugehen, wäre sowieso nicht möglich gewesen", meinte Schrötter.

Aber nicht nur wegen Rang elf war das Wochenende für ihn ein Erfolg, sondern auch deswegen, weil im Warm-Up ein neuer Weg bei der Abstimmung eingeschlagen wurde, der sich als zielführend erwies. "Wir konnten damit nicht unbedingt die perfekte Lösung finden, aber eine wesentliche Verbesserung gegenüber den Trainings war es in jedem Fall. Das hat man auch anhand der konstant guten Rundenzeiten gesehen. Hoffentlich gelingt es uns, die heutige Performance auch in Sepang umzusetzen."