Die Regelhüter der Motorrad-Weltmeisterschaft schreiben schon beim Saisonauftakt 2026 Negativschlagzeilen. Am Freitagnachmittag musste der Motorradweltverband FIM in einer offiziellen Presseaussendung darüber informieren, dass im Thailand-Grand-Prix der Moto2 fälschlicherweise volle Punkte vergeben wurden.

11 von 22 Runden erreicht? Nicht ganz!

Das Rennen musste nach schweren Unfällen ja zwei Mal neu gestartet werden. Als es schließlich nach sieben anstatt der ursprünglich vorhergesehenen 22 Runden beendet wurde, gab es volle Punkte für die Top-15. Man glaubte, exakt die benötigte Hälfte der geplanten 22 Runden - also 11 Umläufe - erreicht zu haben: Drei bis zur ersten Unterbrechung, eine weitere bis zur zweiten Unterbrechung und sieben im finalen Rennen - elf Runden also insgesamt.

Die Verantwortlichen verließen sich dabei auf ein automatisiertes System, dass bei Nichterreichen der 50-Prozent-Marke sofort eine dementsprechende Information sendet - mit der Information, dass lediglich halbe Punkte zu vergeben sind. In Buriram gab es aber einen Fehler im System: Die eine Runde zwischen der ersten und zweiten Roten Flagge wurde gewertet, hätte laut Reglement aber nicht zählen dürfen, weil nach diesem Start weniger als drei Runden absolviert wurden. Somit ist dieser zweite von drei Rennversuchen nichtig.

Regelhüter schlafen nach Moto2-Fehler

Ein Flüchtigkeitsfehler, der aber in einer Weltmeisterschaft niemals fünf Tage unentdeckt bleiben hätte dürfen. Schon am Montag wiesen MotoGP-Journalisten auf einen möglichen Fehler hin. Ihnen wurde zu diesem Zeitpunkt allerdings kein Gehör geschenkt.

Manuel Gonzalez auf dem Weg zum Sieg in Thailand
Manu Gonzalez erhält für seinen Sieg nur 12,5 Punkte, Foto: IntactGP/Ronny Lekl

Der WM-Stand wurde nun dementsprechend korrigiert und die erzielten Punkte halbiert. "Zusätzliche Verifizierungsschritte werden implementiert, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern", lässt der Motorradweltverband FIM ausrichten.