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Moto2 Jerez 2018: Schrötter zeigt Aufholjagd, Baldassarri siegt

Lorenzo Baldassarri ist beim Moto2-Rennen in Jerez zu stark für die Gegner. Marcel Schrötter zeigt eine tolle Aufholjagd, Lukas Tulovic fehlerlos.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Lorenzo Baldassarri war beim Moto2-Rennen in Jerez in unschlagbarer Form! Der Italiener büßte zwar am Start die Führung ein, legte danach aber eine Pace an den Tag, die kein Konkurrent mitgehen konnte. Mann des Rennens aus deutscher Sicht ist jedoch Marcel Schrötter, der eine starke Aufholjagd zeigte. Lukas Tulovic sieht bei seinem Debüt die Zielflagge auf P20.

Moto2 Jerez 2018: Die Schlüsselszene

Das siegbringeden Manöver setzt Baldassarri schon in der dritten Runde. In der Dry-Sac-Haarnadel bremst er Alex Marquez aus und gab die Führung anschließend nicht mehr aus der Hand. Am Start fiel Pole-Setter Baldassarri noch auf P3 zurück.

Moto2 Jerez 2018: Der Rennfilm

Start: Alex Marquez gewinnt den Sprint zur ersten Kurve und führt vor Francesco Bagnaia und Lorenzo Baldassarri. Marcel Schrötter ist nach den ersten Kurven 13., Lukas Tulovic 24.

1. Runde: Baldassarri geht in Turn 6 an Bagnaia vorbei, dahinter crashen Navarro und Marini.

2. Runde: Binder ist ebenfalls an Bagnaia vorbei, dahinter Mir auf 5 vor Vierge, Oliveira, Fenati, Pasini und Lecuona. Eric Granado ist in Kurve 6 gestürzt. Schnellste Runde von Baldassarri.

3. Runde: Baldassarri bremst Marquez in Turn 6 aus und führt jetzt. Hinter den Top-4 ist jetzt Oliveira Fünfter vor Vierge und Mir. Binder quetscht sich in Turn 13 an Marquez vorbei. Marquez verliert so auch P3 an Bagnaia. Schnellste Runde von Oliveira.

4. Runde: Marquez kämpft sich in Kurve 1 wieder vorbei an Bagnaia. Oliveira geht fünf Kurven später auch an Bagnaia vorbei. Schrötter liegt auf Zwölf, Tulovic auf 25.

5. Runde: Jules Danilo ist gestürzt. Oliveira hat jetzt Marquez den dritten Platz abgenommen. Binder verbremst sich in Turn 13, Oliveira schlüpft durch. Baldassarri setzt sich leicht ab und fährt die schnellste Runde.

6. Runde: Marquez kämpft sich in der ersten Kurve an Binder vorbei. Der Südafrikaner verbremst sich in Turn 6 und öffnet so auch Bagnaia die Tür. Binder holt sich P4 aber wieder zurück.

7. Runde: Bagnaia geht wieder vorbei an Binder, doch die Duelle kosten viel Zeit. Die Top-3 sind um über eine Sekunde enteilt. Sturz von Fenati im Stadion-Sektor. Das spült Schrötter in die Top-10 vor.

8. Runde: Vierge überholt Binder in Turn 6 für P5.

9. Runde: Stefano Manzi ist in Kurve 2 gestürzt.

10. Runde: Hinter den Top-3 kämpft Bagnaia verzweifelt um den Anschluss. Dahinter zieht sich das Feld auseinander. Vierge ist jetzt Fünfter vor Pasini, Binder, Mir, Lowes und Schrötter. Tulovic liegt sicher auf Platz 23.

11. Runde: Sturz von Alex Marquez in Turn 2! Der Spanier wirft ein fast sicheres Podium weg! Damit ist Bagnaia neuer Dritter.

12. Runde: Marcel Schrötter hat es inzwischen an Joan Mir vorbeigeschafft und ist damit schon Achter. Tulovic ist inzwischen auf P21 angekommen. Danny Kent ist gestürzt.

13. Runde: Schrötter macht noch einen Platz gut gegen Lowes, ist damit schon Siebter! Vorne zieht sich die Spitze etwas auseinander, Baldassarri hat schon eine Sekunde Vorsprung auf Oliveira. Der hat sich in Turn 6 verbremst.

15. Runde: Weiter hinten wird um P9 gekämpft. Immer wieder wechseln die Positionen. Aktuell hat Quartararo die Nase vorn vor Mir, Corsi und Lecuona. Letzterer hat P8 durch einen Fehler eingebüßt.

17. Runde: Vorne sind es mittlerweile zwei Sekunden zwischen Baldassarri und Oliveira. Etwas enger ist es noch zwischen Bagnaia auf P3 und Vierge auf P4.

19. Runde: Sturz von Joe Roberts in Kurve 1. Schrötter ist noch immer Siebter, Tulovic 21.

21. Runde: Es bahnt sich noch ein Duell um P3 an. Vierge kommt Bagnaia immer näher. Vorne trennen Baldassarri und Oliveira 2,2 Sekunden. Sturz von Steven Odendaal.

Ziel: Lorenzo Baldassarri fährt als Sieger über die Ziellinie vor Miguel Oliveira, Francesco Bagnaia, Xavi Vierge und Mattia Pasini. Brad Binder wird Sechster vor Marcel Schrötter, Sam Lowes, Iker Lecuona und Fabio Quartararo. Die letzten Punkte holen Joan Mir, Simone Corsi, Tetsuta Nagashima, Hector Barbera und Andrea Locatelli. Lukas Tulovic wird 20.

Moto2 Jerez 2018: Die Reaktionen der Top-3

1. Lorenzo Baldassarri (Pons Racing): „Das war ein unglaubliches Wochenende. Gratulation ans ganze Team. Sie haben einen großartigen Job gemacht, aber ich auch. Dieses Mal hatte ich ein großartiges Wochenende, ich war von Anfang an schnell und hatte einen guten Rhythmus. Es ist schön, wieder zurück zu sein.“

2. Miguel Oliveira (Ajo-KTM): „Nach dem Qualifying war ich sehr enttäuscht. Ich hatte einen guten Start und habe gesehen, dass die Gruppe vorne nicht wegkommt. Da habe ich mir gesagt, dass ich eine Chance habe. Aber um den Sieg zu kämpfen war schwierig, denn Balda war sehr stark. Aber der zweite Platz fühlt sich nach mehr als einem Sieg an.“

3. Francesco Bagnaia (Sky VR46): „Vom Start an sind die Reifen zu sehr herum gerutscht. Daher konnten wir die gute Pace von gestern kaum halten. Wir haben versucht, nicht zu viel Zeit zu verlieren. Als ich gesehen habe, dass Xavi näher kommt, habe ich wieder gepusht, damit ich in den Top-3 ins Ziel komme. Aber ich hatte von Beginn an Probleme. Binder hat mich berührt und dabei habe ich zu viel Zeit verloren. Danach war es ein defensives Rennen.“

Moto2 Jerez 2018: So lief es für Schrötter und Tulovic

Bärenstarke Leistung von Marcel Schrötter: Von Startplatz 20 aus ging es schon in der ersten Runde in die Punkteränge nach vorne. Auch danach konnte kaum jemand im Mittelfeld Schrötters Pace gehen. Darum und wegen ein paar Stürze weiter vorn wurde der Deutsche Siebter. Lukas Tulovic bestritt ein fehlerfreies Debüt-Rennen und kam als 20. über die Ziellinie.

Moto2 Jerez 2018: Die Lehren des Rennens

  • In dieser Form ist Lorenzo Baldassarri WM-Kandidat
  • Alex Marquez macht unter Druck weiter Fehler
  • Marcel Schrötter ist 2018 stark aufgelegt

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