Moto2

Kurz am Podium geschnuppert, dann doch Platz sechs - Folger: Brocken aus Reifen geflogen

Jonas Folger lag lange auf Podiumskurs in Misano, zerstörte dabei aber seinen Reifen und musste Gas wegnehmen.
von Andrea Blendl

Motorsport-Magazin.com - Ein etwas geknickter Jonas Folger ging nach dem Grand Prix von San Marino hart mich seinem Reifenmanagement ins Gericht.

Folger: Reifen komplett kaputt

Folger erklärte sein Problem: "Sieben Runden vor Schluss sind Brocken aus meinem Vorderreifen gefallen. Kurzzeitig dachte ich, es kann ein Podium werden. Ich war auf der zweiten Position und die Reifen in einigermaßen guter Verfassung. Aber ich konnte mich nicht so einbremsen und ging weiter ans Maximum. Ich wollte mit Zarco mit und die Anderen abhängen, dabei habe ich leider meinen Reifen zerstört. Ab Rennmitte musste ich vom Gas gehen und mir die Reifen bis zum Schluss einteilen. Sieben Runden vor Schluss war der Reifen komplett kaputt und ich wollte einfach nur noch irgendeinen Platz heimfahren."

Sieben Runden vor Schluss war der Reifen komplett kaputt.
Jonas Folger

Eine Zeit lang hatte er sich noch gegen Corsi gewehrt, musst ihn aber passieren lassen: "Es war ziemlich schnell vorbei. Als Fetzen aus dem Reifen flogen, wurde es extrem, speziell in den Rechtskurven hatte ich keine Chance. Ich musste abreißen lassen, sonst wäre Unsinn heraus gekommen. Ich habe dann geschaut, wie viele Runden es noch sind und das Risiko heruntergeschraubt."

Ziel: Konstant in Top Sechs

Für den Rest der Saison hat sich Folger ein Ziel gesetzt: "Unser Ziel war es, konstant zu werden. Seit drei Rennen war ich auf sechs, fünf und sechs, das kann sich sehen lassen. Ich hätte zwar heute lieber ein Podium gehabt, aber davon sind wir nicht so weit weg. Wenn wir die Reifen in den Griff kriegen, dann ist ein Podium drin."

Folger verlor Brocken aus seinem Vorderreifen - Foto: AGR Team
Wenn wir die Reifen in den Griff kriegen, dann ist ein Podium drin.
Jonas Folger

Für das nächste Rennen in Aragon hat sich Folger vorgenommen, wieder unter die Top Sechs zu fahren: "Aragon ist eigentlich eine super Strecke für mich. Letztes Jahr war es etwas schwierig, weil ich durch den tollen Test vor Aragon zu motiviert war. Ich wurde aus der Ruhe gebracht, als dann die Resultate nicht gekommen sind. Wie gesagt, wenn wir dort unter den ersten Sechs abschließen, dann bin ich zufrieden. Bisher waren wir in den letzten drei Rennen konstant und damit bin ich zufrieden."


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