Moto2

Marquez, Espargaro und Simon - Die Stimmen der Moto2-Top-3

Marc Marquez überraschte sich mit dem Vorsprung selbst. Pol Espargaro hatte ungewohnte Probleme und Julian Simon hätte gern alle umarmt.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez konnte seine Führung in der Moto2-Weltmeisterschaft mit einem dominanten Sieg in Indianapolis auf 39 Punkte vor Pol Espargaro ausbauen. "Ich fühlte mich auf dem Bike richtig gut, allerdings hatten wir ein kleines Chatteringproblem am Vorderrad", erklärte der Spanier, der aber nicht genau wusste, woher das Chattering plötzlich kam. Trotzdem konnte sich Marquez voll auf sein Rennen konzentrieren. "Ich war zur Rennmitte sogar richtig überrascht, dass ich so einen großen Vorsprung hatte, denn ich dachte, dass Pol stärker sein würde."

Als ich zu Beginn sah, dass alle recht langsam unterwegs waren wollte ich schnell nach vorne kommen und eine Lücke auffahren
Marc Marquez

"Als ich zu Beginn sah, dass alle recht langsam unterwegs waren, wollte ich schnell nach vorne kommen und eine Lücke auffahren, weil ich wusste, dass die Reifen am Ende des Rennens am Limit sein würden", schilderte Marquez seine Taktik. Momentan fühle er sich auf seiner Suter pudelwohl. "Besonders nach dem Test in Portimao. Suter hat wirklich gut gearbeitet und das gute Gefühl ist enorm wichtig für die zweite Saisonhälfte." Nun will Marquez seinen Sieg genießen. "Ab morgen denken wir aber schon an Brünn, denn das wird genauso wichtig."

Problem in den Griff bekommen

Espargaro war nach seiner starken Qualifikationsrunde etwas enttäuscht über Platz zwei und seinen großen Rückstand. "Gestern lief es noch so gut, ich fühlte mich perfekt auf meinem Motorrad. Im Rennen begannen dann aber die Probleme, ich hatte auf der Geraden und in den Kurven Chattering an der Front. Ich weiß nicht genau warum, aber vermutlich war es ein Problem mit den Reifen", erklärte der Spanier, dem es schwer fiel, schnell zu fahren. "Marc war so gut, Glückwunsch an Simon und ihn, sie haben unglaublich gearbeitet. Wir müssen das Problem jetzt in den Griff bekommen und versuchen, im nächsten Rennen besser zu sein."

Ich bin sehr glücklich. Wir hatten schon im Training einen guten Rhythmus
Julian Simon

Julian Simon konnte sich nach einem schwierigen Start in die Saison 2012 endlich wieder freuen. "Ich bin sehr glücklich. Wir hatten schon im Training einen guten Rhythmus mit den abgenutzten Reifen", strahlte er. "Das letzte Jahr war sehr schwer, besonders mit dem Beinbruch 2011. Ich freue mich wirklich sehr, dass ich hier bin und die zweite Saisonhälfte so stark starten kann. Ich hoffe, ich kann so weitermachen."

"Marc und Pol waren sehr stark. Ich habe viel gegeben und wollte an Pol dran bleiben, aber meine Reifen haben extrem abgebaut", bemerkte Simon, der trotzdem übers ganze Gesicht strahlte. "Ich bin wirklich glücklich. Im Sommer haben wir etwas am Chassis geändert, worum ich bei Suter gebeten hatte und ich danke ihnen heute dafür. Gratulation an mein Team, an Suter, meine Familie und alle Leute, die hinter mir stehen."


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