Ein Sturz im dritten freien Training zum Großen Preis von Indianapolis brachte Stefan Bradl von Viessmann Kiefer Racing für das Qualifying zum elften Lauf der Moto2 Klasse aus dem Konzept bzw. erst gar nicht in den nötigen Rhythmus. Der 22. Startplatz war das Ergebnis dieses Kraftaktes. Für das Rennen ist allerdings noch nichts verloren. Wer Stefan Bradl kennt der weiß, dass es nicht das erste Mal wäre wenn er aus einer scheinbar schlechten Position das Rennen von hinten her aufrollt.
Es war ein ungewöhnlicher Sturz, der durch eine kleine Unachtsamkeit am Kurvenausgang hervorgerufen wurde. Beim Ausnützen der Kurve rutschte er über die Außenseite der Streckenbegrenzung hinweg und ging zu Boden. Glücklicherweise passierte ihm nichts schwerwiegendes, aber die aus dem Sturz resultierenden Schmerzen "rundherum", störten ihn im Qualifying allerdings sehr. Nun gilt es zu relaxen und für das Rennen am Sonntag wieder fit zu werden.
"Der Sturz im freien Training war sehr schmerzhaft und hat mich etwas aus dem Konzept gebracht, wobei ich sagen muss, dass ich im Qualifying erst gar nicht in ein eventuelles Konzept reingekommen bin. Ich habe einfach verkrampft und es ist mir sehr schwergefallen überhaupt auf das Motorrad zu sitzen. Es war einfach nicht möglich zu pushen, auch wenn ich es versucht habe. Es wird natürlich sehr schwierig von dieser Position noch etwas auszurichten, aber die Hoffnung stirbt zuletzt", fasste Bradl zusammen.
Teamchef Stefan Kiefer ergänzte: "Natürlich wird es morgen schwer werden. Aber ich bin mir sicher, nachdem sich etwas ausgeruht hat, ist da sicher noch was drin. Wenn ich mir zwar im Moment vorstelle, dass wir vielleicht auch nicht um den Siegen fahren werden, machen wir aber trotzdem das Beste daraus. Man kann wohl sagen, dass dies in diesem Jahr ganz klar die erste Schlappe ist die wir eingefahren haben. Aber ich bin überzeugt, dass es morgen wieder besser werden wird."

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