Martin Wimmer, ehemaliger deutscher 250-cm³-Grand-Prix-Star und seit Anfang 2009 MZ-Geschäftsführer, hatte vor Heimpublikum auf ein Ergebnis zwischen Platz sieben und zehn im Rennen der Moto2-Klasse gehofft. Doch weder im Qualifikationstraining am Samstag noch am Renntag mussten die Moto2-Piloten auf nasser Piste ausrücken. Doch West hatte nach dem ausgebliebenen Regenglück auch noch Pech im Rennen. Beim ersten Schaltvorgang nach dem Start vom ersten in den zweiten Gang blieb er im Leerlauf hängen, musste nachfassen und kam deshalb als 27. aus der ersten Runde zurück.

Nach mehreren persönlichen Bestzeiten lief er gegen Ende des ersten Renndrittels auf Vladimir Ivanov auf, mit dem er sich rundenlang um Rang 18 stritt. Erst, nachdem er den Ukrainer geknackt hatte, konnte er sich mit weiteren schnellen Runden von Position 18 aus auf die Jagd nach WM-Punkten machen - die gibt es ab Rang 15. Den erkämpfte er aus eigener Kraft, die Stürze zweier vor ihm platzierter Kollegen sorgten für einen Extrabonus.

"Ich hatte am Start ein Problem mit dem Motor und bin dann noch durch den Sturz einiger Konkurrenten in der ersten Kurve aufgehalten worden - das hat mich eine Menge Zeit gekostet", erklärte West zur Startphase. "Ich musste also auf dem Weg nach vorne eine Menge Kollegen überholen, und das ist auf dem Sachsenring sehr schwierig, obwohl ich wusste, dass ich schneller fahren konnte als die. Außerdem wurde mein Motorrad in der verwendeten Fahrwerkskonfiguration erstmals eingesetzt. Ich komme gut zu recht mit dieser neuen MZ. Das Ergebnis für die Umstände in Ordnung."