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24h Dubai: Audi feiert Doppelsieg - Neuer BMW verpasst Top-20

Audi-Team WRT gewinnt das 24-Stunden-Rennen Dubai 2022. Sechs Mercedes in den Top-10. Renndebüt des BMW M4 GT3 mit gemischten Gefühlen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Das Audi-Team WRT hat beim 24-Stunden-Rennen Dubai 2022 einen dominanten Doppelsieg gefeiert. Der Rennstall aus Belgien, für den MotoGP-Superstar Valentino Rossi Rennen in der GT World Challenge bestreiten wird, brachte seine beiden Audi R8 LMS GT3 Evo auf den ersten beiden Plätzen über den Zielstrich.

Den zweiten Dubai-Gesamtsieg für WRT nach 2016 fuhr das #7 Auto mit Schlussfahrer Christopher Mies, Dries Vanthoor, Axcil Jefferies, Fahad Al Saud und Thomas Neubauer nach Hause. Die Truppe, zu der 2021-Sieger Jefferies kurzfristig nach einem Covid-Fall innerhalb des Teams stieß, hatte sich zuvor die Pole Position im Feld der insgesamt 79 Rennautos gesichert.

Nach 596 Runden überquerte der #7 WRT-Audi die Ziellinie mit einer Runde Vorsprung vor dem Schwester-Audi mit der Startnummer #31 (Benjamin Goethe/Arnold Robin/Maxime Robin/Jean-Baptiste Simmenauer/Frederic Vervisch). Die #7 führte für 310 Runden das Rennen an, der #31 Schwester-Audi lag 201 Runden lang in Front.

79 Autos beim 24h-Rennen Dubai 2022 - Foto: BMW M Motorsport

Mercedes-Podestduell in Schlussminuten

Die beiden WRT-Audi setzten sich im Dubai Autodrome gegen eine Mercedes-Armada bestehend aus drei Mercedes-AMG GT3 auf den Plätzen drei bis fünf erfolgreich zur Wehr. Der #4 Mercedes Abu Dhabi Racing by HRT mit dem dreifachen Dubai-Sieger und Teambesitzer Hubert Haupt samt seinen Teamkollegen Khaled Al Qubaisi, Schlussfahrer Raffaele Marciello und Manuel Metzger musste erst in den Schlussminuten den dritten Platz auf dem Podium abgeben.

Platz drei ging stattdessen an 75 SunEnergy1 by SPS automotive performance (Kenny Habul/Schlussfahrer Mikael Grenier/Maro Engel/Jules Gounon) mit sieben Sekunden Vorsprung auf den HRT-Mercedes. Das zweite von HRT betreute Team, Al Manar Racing by HRT (Al Faisal Al Zubair/Indy Dontje/Luca Stolz/Martin Konrad), belegte Platz fünf.

24h Dubai: Sechs Mercedes in Top-10

Herberth Motorsport mit dem Quartett Stephen Grove/Brenton Grove/Anton De Pasquale/Sven Müller bescherte dem Sportwagenbauer mit Platz sechs die beste Platzierung eines Porsche 911 GT3 R. Das Team hatte einen seiner drei GT3-Porsche im Feld durch einen Trainingsunfall vorzeitig verloren.

Die Top-8 komplettierten #99 Attempto-Audi (Florian Scholze/Luca Engstler/Finlay Hutchison/Alex Arkin Aka/Nicolas Schöll) und das Mercedes-Team CP Racing (Charles Putman/Charles Espenlaub/Joe Foster/Shane Lewis) aus der GT3-Am-Klasse.

Sechs Mercedes-AMG GT3 landeten in den Top-10 des Gesamtklassements, dazu drei Audi und sowie der Herberth-Porsche.

Die 17. Auflage der 24 Stunden von Dubai war von zahlreichen Code-60-Phasen geprägt, bei denen die Autos auf der Strecke maximal 60 km/h fahren durften. Die Rennleitung musste im Verlauf der 24 Stunden ganze 22 Code-60-Phasen ausrufen, womit das Rennen 04:17 Stunden lang unter eingebremsten Bedingungen ausgetragen wurde.

So lief das Renndebüt des neuen BMW M4 GT3

Das Renndebüt des neuen BMW M4 GT3 unter Wettbewerbsbedingungen verlief unterdessen mit gemischten Gefühlen. Das beste Resultat der drei M4 im Starterfeld gelang Samantha Tan Racing mit Gesamtplatz 21 bei 29 Runden Rückstand durch Jon Miller/Nick Wittmer/Louis-Philippe Montour/Chandler Hull. Das Schwesterauto des kanadischen Teams mit Teamgründerin Samantha Tan, Bryson Morris, Anthony Lazzaro, Harry Gottsacker und Tyler Maxson erreichte P24.

Pech hatte unterdessen das Team Schubert Motorsport bei der Rennpremiere mit dem BMW M4 GT3. Das Quartett um Nick Yelloly, Jordan Witt, Marcel Lenerz und Jens Liebhauser kam mit 58 Runden Rückstand nicht über den 38. Gesamtplatz hinaus.

In der fünften Rennstunde erlitt der Schubert-BMW mit Lenerz am Steuer einen Schaden an der Aufhängung in Folge einer Kollision. Die Reparaturphase warf das langjährige BMW-Kundenteam um 85 Minuten zurück, bevor Yelloly die Fahrt fortsetzen konnte, um weitere Daten über den neuen Top-Kundensportler aus München zu sammeln.

BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport in Dubai - Foto: BMW M Motorsport

Aus dem Reigen der potenziellen Sieganwärter sahen der zwischenzeitlich auf Platz drei liegende Barwell-Lamborghini (Adrian Amstutz/Rolf Ineichen/Mirko Bortolotti/Rik Breukers) nach einem Ausfall fünf Stunden vor dem Rennende und beide Porsche 911 GT3 R von Dinamic Motorsport in Folge von Kollisionen nicht die Ziellinie.

24h Dubai 2022 Gesamtergebnis (Top-10)

Pos. Team Auto Rückstand
1 MS7 by WRT Audi R8 LMS GT3 596 Runden
2 WRT Audi R8 LMS GT3 + 1 Runde
3 SunEnergy1 by SPS Mercedes-AMG GT3 + 3 Runden
4 Abu Dhabi Racing by HRT Mercedes-AMG GT3 + 7,697 Sekunden
5 Al Manar Racing by HRT Mercedes-AMG GT3 + 7 Runden
6 Herberth Motorsport Porsche 911 GT3 R + 1:43.758 Minuten
7 Attempto Racing Audi R8 LMS GT3 + 9 Runden
8 CP Racing Mercedes-AMG GT3 + 1,582 Sekunden
9 SPS automotive performance Mercedes-AMG GT3 + 11 Runden
10 MP Motorsport Mercedes-AMG GT3 + 12 Runden

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