IndyCar

IndyCar-Finale war ein Strategie-Thriller - Spritkönig Franchitti ist neuer Champion

Franchitti holte mit einer Spar-Strategie zum zweiten Mal die Meisterschaft in der IndyCar Serie. Briscoe und Dixon konnten ihre Überlegenheit nicht umsetzen.
von Stephan Vornbäumen

Motorsport-Magazin.com - Das Saisonfinale auf dem Homestead-Miami Speedway in der IndyCar Serie war ein Thriller der Extraklasse. Der Schotte Dario Franchitti war nach 200 Runden der glückliche Sieger und holte nach 2007 seinen zweiten Titel. Es war für den Ganassi-Fahrer der erste Sieg auf diesem schnellen Oval und der fünfte Erfolg in dieser Saison. Zweiter wurde Penske-Pilot Ryan Briscoe vor Titelverteidiger Scott Dixon.

Briscoe und Dixon dominierten 180 Runden das Finale

Polesitter Franchitti und Briscoe legten gleich los, als ob die Meisterschaft in den ersten Runden entschieden würde. Sie lieferten sich 15 Runden lang ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Führung. Dann fiel Franchitti mit Handlingsproblemen zurück und das Rennen wurde anschließen nur noch von Briscoe und Dixon dominiert. Briscoe kam in der 46. Runde zum ersten Boxenstopp und Dixon folgte zwei Runden später. Danach absolvierten beide Fahrer im Parallelflug ihren Boxenbesuch in Runde 96 und 144. Franchitti konnte durch seine Probleme das Tempo nicht mithalten und erinnerte sich an seine schottischen Tugenden: Spritsparen. Dadurch erfolgte sein erster Service erst in Runde 50 und er konnte diesen Rhythmus einhalten. Damit stand 50 Runden vor Rennende fest, dass Briscoe und Franchitti noch einmal zum Plash and Dash kommen mussten, falls es keine Gelbphase geben würde.

Das erste Rennen ohne Gelbphase brachte Franchitti den Titel

Briscoe führte zehn Runden vor Rennende mit 0,6 Sekunden vor Dixon sowie 24,2 Sekunden vor Franchitti. Der Schotte sparte weiter Sprit und betete, dass seine Strategie aufgehen würde. Und das Unwahrscheinliche passierte tatsächlich: Es wurde das erste Saisonrennen ohne eine einzige Gelbphase. Das hatte es in der Serie seit 1997 nicht mehr gegeben. Dixon musste der 191. Runde zum Tanken und Briscoe folgte zwei Runden später. Damit war der Weg für Franchitti frei. Er fuhr mit sechs Sekunden Vorsprung die letzten Runden locker nach Hause. Nach einigen Donuts lies sich der neue Champion mit leerem Tank in die Victory Lane schieben und von seinem Team feiern. "Ich erinnerte mich an das Saisonfinale 2007, als ich auch durch Spritsparen im letzten Rennen den Titel holen konnte.", erklärte grinsend der Schotte nach dem Rennen sein Erfolgsgeheimnis.

Briscoe und Dixon lieferten zwar die bessere Show im letzten Saisonlauf, aber die Ganassi-Taktik brachte Franchitti den Titel. Der Rest des Feldes war eigentlich nicht anwesend. Bereits nach 80 Runden hatten die drei Titelkandidaten alle anderen Piloten überrundet. In der Gesamtwertung belegten hinter den Teamkollegen Franchitti und Briscoe die beiden Penske-Fahrer Briscoe und Castroneves die Ränge drei und vier. Das nächsten Plätze gingen an das Andretti-Green-Team mit Danica Patrick und Tony Kanaan.


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