Mick Schumacher hat beim zweiten Rennwochenende der IndyCar-Saison 2026 in Phoenix für eine dicke Überraschung gesorgt. Der Neueinsteiger schnappte sich im Qualifying sensationell den vierten Startplatz auf dem Oval-Kurs. Es war sein bis dato bestes Resultat in der US-amerikanischen Formelserie - und das ausgerechnet auf einer der berüchtigten Oval-Rennstrecken, die in Motorsport-Europa weitestgehend unbekannt sind.
David Malukas (Penske) errang die Pole Position für das bevorstehende Rennen über 250 Runden, das bereits am Samstag (21:00 Uhr deutscher Zeit) ausgetragen wird, weil IndyCar und NASCAR (Rennen am Sonntag) in Phoenix einen seltenen Double-Header austragen. Penske-Teamkollege Josef Newgarden komplettierte die erste Startreihe nach dem Einzelzeitfahren auf dem 1 Meile (1,6 km) kurzen Short Track.
Mick Schumacher in Phoenix auf Startplatz vier
Schumacher eröffnete das Qualifying als erster der 24 Fahrer. Die Startreihenfolge ergab sich aus dem Stand in der Meisterschaft, wo Mick nach seinem unverschuldeten Ausfall beim Saisonauftakt in St. Petersburg den letzten Platz belegt. Schumacher gelangen konkurrenzfähige Rundenzeiten bei seinen zwei schnellen Runs, aus deren Geschwindigkeits-Durchschnitt sich die relevante Zeit ergibt.
Schumacher benötigte nach seiner Warmup-Runde 20,716 Sekunden (279,67 km/h Rundendurchschnitt) für den ersten und 20,742 Sekunden (279,31 km/h) für den zweiten Run. Daraus ergab sich ein Geschwindigkeits-Durchschnitt von 279,49 km/h, der ihm den vierten Platz in der Startaufstellung einbrachte.
"Ziemlich schnell und kurz", fand Schumacher sein erstes Oval-Qualifying. "Das war eine tolle Erfahrung und wir haben heute ein paar gute Runden zusammenbekommen." In Phoenix, wo vor zwei Wochen noch ein offizieller Test stattgefunden hatte, scheint er sich wohlzufühlen: Bereits im 1. Training am frühen Morgen Ortszeit hatte Schumacher den elften Rang belegt.
RLL-Teamkollege über Schumacher: "Mick macht Top-Job"
Schumacher hielt sich eine ganze Weile an der Spitze und blieb sogar vor dem zweifachen Champion Will Power, der während seiner zweiten schnellen Runde verunfallte und mit dem Heck in die Mauer einschlug. Der Andretti-Pilot schlug sich leicht das Knie an, konnte das Medical Center nach dem obligatorischen Check aber zügig verlassen. "Was für ein Start ins Jahr", haderte Power.
Mit Schumachers RLL-Teamkollege Graham Rahal gelang es erst dem achten Fahrer, ihn von der Spitze zu verdrängen. Der erfahrene US-Amerikaner - einer von nur fünf Piloten, die 2018 beim bis dato letzten Phoenix-Rennen am Start standen - schaffte einen Durchschnitts-Speed von 280.01 km/h. "Mick macht einen Top-Job", gab es Lob von Rennstallbesitzer-Sohn Rahal. "Er ist so sensibel mit seinen Füßen, viel mehr als ich!"
David Malukas verwies die beiden RLL-Piloten nach einer Weile von der Spitze. Der Penske-Pilot hatte sich schon im 1. Freien Training die Bestzeit gesichert und die starke Form des Teams von Roger Penske zur Schau gestellt. Malukas gelang bei seinen zwei Einzelrunden ein Schnitt von 282,25 km/h. Sein Teamkollege Josef Newgarden errang wenig später den zweiten Startplatz, während zahlreiche weitere Spitzenfahrer keine guten Runden zusammenbrachten.
Superstar Palou im Nirgendwo - Erste Pole für Malukas
Auftaktsieger/Meisterschaftsführender Alex Palou nahm als letzter Fahrer seine zwei schnellen Runden in Angriff - und musste sich mit dem zehnten Startplatz begnügen. Da auch der amtierende und viermalige IndyCar-Champion Malukas nicht von der Spitze verdrängen konnte, blieb es bei einer reinen ersten Startreihe für Penske - und der ersten Pole Position für Malukas. "Endlich haben wir es geschafft, das fühlt sich so gut an", jubelte der 24-Jährige.
Felix Rosenqvist musste das Qualifying nach seinem Trainings-Crash wenige Stunden zuvor auslassen und landete damit automatisch auf dem letzten Startplatz. "Das Auto ist noch in zwei Teilen, aber fürs 2. Training sollte es fertig werden", sagte der Schwede in der Hoffnung auf die Teilnahme am abschließenden Training (heute um 23:10 Uhr deutscher Zeit. "Ich bin zum ersten Mal ein Qualifying nicht gefahren, das ist ein komisches Gefühl."
IndyCar Phoenix 2026: Ergebnis Qualifying
| Position | Fahrer | Team | Gesamt-Zeit (2 Runden) | Geschwindigkeits-Schnitt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | David Malukas | Team Penske | 41.0530 Sek. | 282.25 km/h |
| 2 | Josef Newgarden | Team Penske | 41.2493 | 280.91 |
| 3 | Graham Rahal | Rahal Letterman Lanigan Racing | 41.3810 | 280.02 |
| 4 | Mick Schumacher | Rahal Letterman Lanigan Racing | 41.4587 | 279.50 |
| 5 | Scott McLaughlin | Team Penske | 41.5109 | 279.14 |
| 6 | Alexander Rossi | Ed Carpenter Racing | 41.5252 | 279.05 |
| 7 | Pato O'Ward | Arrow McLaren | 41.5359 | 278.98 |
| 8 | Rinus VeeKay | Juncos Hollinger Racing | 41.5589 | 278.82 |
| 9 | Nolan Siegel | Arrow McLaren | 41.6196 | 278.42 |
| 10 | Alex Palou | Chip Ganassi Racing | 41.6234 | 278.40 |
| 11 | Kyle Kirkwood | Andretti Global | 41.6479 | 278.23 |
| 12 | Sting Ray Robb | Juncos Hollinger Racing | 41.7305 | 277.68 |
| 13 | Marcus Armstrong | Meyer Shank Racing | 41.7551 | 277.52 |
| 14 | Marcus Ericsson | Andretti Global | 41.7721 | 277.41 |
| 15 | Scott Dixon | Chip Ganassi Racing | 41.8425 | 276.94 |
| 16 | Louis Foster | Rahal Letterman Lanigan Racing | 41.9025 | 276.54 |
| 17 | Christian Lundgaard | Arrow McLaren | 41.9664 | 276.12 |
| 18 | Christian Rasmussen | Ed Carpenter Racing | 41.9728 | 276.08 |
| 19 | Kyffin Simpson | Chip Ganassi Racing | 41.9974 | 275.92 |
| 20 | Romain Grosjean | Dale Coyne Racing | 42.1512 | 274.91 |
| 21 | Santino Ferrucci | A.J. Foyt Enterprises | 42.2096 | 274.53 |
| 22 | Dennis Hauger | Dale Coyne Racing | 42.3983 | 273.30 |
| 23 | Caio Collet | A.J. Foyt Enterprises | 42.9474 | 269.80 |
| 24 | Will Power | Andretti Global | 20.6734 | 280.25 |
| 25 | Felix Rosenqvist | Meyer Shank Racing | - | - |
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