Für die IndyCars geht es nur eine Woche nach dem Saisonauftakt in St. Petersburg weiter mit dem zweiten Rennwochenende in Phoenix, Arizona. Beim ersten Oval-Rennen des Jahres ist der Zeitplan anders getaktet als üblich: Das Rennen über 250 Runden steigt bereits am Samstag (21:15 Uhr deutscher Zeit), weil sich die IndyCar-Serie das Event mit der NASCAR teilt, die am Sonntag ihr Rennen austragen wird.
Der Freitag ist deshalb äußerst geschäftig für die 25 IndyCar-Fahrer inklusive Debütant Mick Schumacher: Zwei Freie Trainings sowie das Qualifying (heute um 20:05 Uhr deutscher Zeit) gehen innerhalb weniger Stunden über die Bühne. Den Anfang bildete eine 60-minütige Trainings-Session am frühen Morgen Ortszeit auf dem 1 Meile (1,6 km) langen Ovalkurs im US-Bundesstaat Arizona.
Mick Schumacher kratzt an den Top-10
Schumacher und sein RLL-Team ließen es zum Auftakt ruhig angehen. Der 26-Jährige drehte zunächst nur eine Installationsrunde, bevor er in die Boxengasse zurückkehrte. Erst nach knapp einer halben Stunde, also zur Halbzeit des Trainings, kehrte der Rookie zurück auf die Strecke. Schumacher spulte bis zum Ende 33 Runden auf dem Short Oval ab, auf dem die IndyCars erstmals seit 2018 gastieren. Kyffin Simpson sammelte mit 42 Umläufen die meisten Meilen.
Schumacher reihte sich in der Zeitentabelle auf dem elften Platz ein und sorgte damit für eine Überraschung - wenngleich die Rundenzeiten in Trainings stets mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind. Zum Vergleich: Alex Palou, Auftaktsieger, vierfacher und amtierender Champion sowie Indy-500-Sieger, belegte den 18. Platz.
Schumacher fliegt mit 278 Sachen durchs Phoenix-Oval
Schumacher brauchte 20,777 Sekunden für seine beste Runde, was einer Durchschnittgeschwindigkeit von 173 Meilen bzw. 278 km/h entspricht. Damit war er schneller als seine beiden RLL-Teamkollegen Graham Rahal und Louis Foster auf den Plätzen 17 und 20. Ebenso ließ Mick die beiden weiteren Rookies, Dennis Hauger (P21) und Caio Collet (P25) hinter sich.
Schumacher steht zwar vor seinem ersten Rennen auf einer Oval-Strecke, konnte aber zumindest vor zwei Wochen in Phoenix testen. Sein Saisonauftakt in St. Petersburg letzte Woche verlief überhaupt nicht nach Plan: Schumacher kam nach dem Start vom 21. Platz nur vier Kurven weit auf dem temporären Stadtkurs, bevor er unverschuldet in eine Kollision verwickelt wurde.
Schumacher erzielte seine persönliche Bestzeit in den Schlussminuten des Trainings, das nur einmal unterbrochen werden musste. Der Verursacher war Felix Rosenqvist (Meyer Shank Racing) nach 20 Minuten: Der Schwede verunfallte heftig ausgangs von Kurve 2 und beschädigte seinen Boliden. "Das war ein großer Einschlag, hoffentlich bekommen wir das Auto rechtzeitig wieder hin", sagte Rosenqvist, dessen Meyer-Shank-Truppe weniger als vier Stunden Zeit für Reparaturarbeiten bleiben, bevor das Qualifying beginnt. Die Gelbphase dauerte rund zehn Minuten und kostete damit alle Fahrer wertvolle Streckenzeit.
Bestzeit für Penske-Pilot Malukas
Die Bestzeit im Training ging an David Malukas. Der Penske-Pilot umrundete den Kurs in 20,500 Sekunden (282 km/h). Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Pato O'Ward betrug eine Zehntelsekunde bzw. 2 km/h. "Das Auto fühlt sich sehr gut an", sagte Malukas. "Heute Morgen war es sehr kühl. Wir haben ein paar Anpassungen vorgenommen. Das Auto ist stark, das wussten wir schon. Jetzt geht es darum, mit dem Wind und den Streckentemperaturen alles richtig hinzubekommen."
An dritter Stelle folgte Josef Newarden (Penske), Sieger des bis dato letzten Phoenix-Rennens vor acht Jahren. Newgarden ist im aktuellen Starterfeld einer von nur fünf Piloten (Scott Dixon, Will Power, Graham Rahal und Alexander Rossi), die beim letzten Rennen auf dem Phoenix Raceway angetreten waren.
Hinter dem Viertplatzierten Christian Rasmussen (Ed Carpenter Racing) folgten mit dem zweifachen Champion Power sowie Ex-Formel-1-Fahrer Rossi dann auch zwei Veteranen der US-Formelserie. Scott McLaughlin, Rinus VeeKay, Kyle Kirkwood und Nolan Siegel komplettierten die Top-10, die Schumacher nur knapp verpasste.
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IndyCar Phoenix 2026: Ergebnis 1. Freies Training
| Position | Fahrer | Team | Rundenzeit | km/h |
|---|---|---|---|---|
| 1 | David Malukas | Penske | 00:20.5005 | 282.61 |
| 2 | Pato O'Ward | Arrow McLaren | 00:20.6350 | 280.77 |
| 3 | Josef Newgarden | Penske | 00:20.6829 | 280.12 |
| 4 | Christian Rasmussen | Ed Carpenter | 00:20.6936 | 279.97 |
| 5 | Will Power | Andretti | 00:20.7100 | 279.75 |
| 6 | Alexander Rossi | Ed Carpenter | 00:20.7432 | 279.30 |
| 7 | Scott McLaughlin | Penske | 00:20.7440 | 279.29 |
| 8 | Rinus VeeKay | Juncos Hollinger | 00:20.7495 | 279.22 |
| 9 | Kyle Kirkwood | Andretti | 00:20.7524 | 279.18 |
| 10 | Nolan Siegel | Arrow McLaren | 00:20.7595 | 279.09 |
| 11 | Mick Schumacher | RLL Racing | 00:20.7775 | 278.84 |
| 12 | Scott Dixon | Chip Ganassi | 00:20.7820 | 278.78 |
| 13 | Marcus Ericsson | Andretti | 00:20.7920 | 278.65 |
| 14 | Santino Ferrucci | A.J. Foyt | 00:20.8253 | 278.20 |
| 15 | Christian Lundgaard | Arrow McLaren | 00:20.8368 | 278.04 |
| 16 | Marcus Armstrong | Meyer Shank | 00:20.8575 | 277.77 |
| 17 | Graham Rahal | RLL Racing | 00:20.8619 | 277.71 |
| 18 | Alex Palou | Chip Ganassi | 00:20.8620 | 277.71 |
| 19 | Kyffin Simpson | Chip Ganassi | 00:20.9219 | 276.91 |
| 20 | Louis Foster | RLL Racing | 00:20.9817 | 276.12 |
| 21 | Dennis Hauger | Dale Coyne | 00:21.0417 | 275.33 |
| 22 | Romain Grosjean | Dale Coyne | 00:21.0433 | 275.31 |
| 23 | Sting Ray Robb | Juncos Hollinger | 00:21.4476 | 270.13 |
| 24 | Felix Rosenqvist | Meyer Shank | 00:21.5246 | 269.16 |
| 25 | Caio Collet | A.J. Foyt | 00:21.5948 | 268.28 |



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