Bestzeit für Josef Newgarden zum Abschluss eines langen Tages beim zweiten IndyCar-Rennwochenende auf dem Phoenix Raceway in Arizona. Der Penske-Pilot setzte sich im 2. Freien Training auf dem 1 Meile kurzen Oval-Kurs durch. Dem vorangegangen waren am geschäftigen Freitag das 1. Training, das Qualifying mit dem sensationellen vierten Startplatz von Mick Schumacher sowie ein zusätzliches 'High Line Training' (mehr dazu unten im Artikel).

Mit dem Qualifying im Rücken fokussierten sich die Teams im 50-minütigen 2. Training voll und ganz auf ihre Rennvorbereitungen. Schnellstmögliche Rundenzeiten spielten deshalb nicht die entscheidende Rolle und waren deutlich langsamer als in den Sessions zuvor. Es galt, das Verhalten der Firestone-Reifen und den Spritverbrauch zu erkunden beim ersten Rennen in Phoenix seit 2018. Drei- und Vier-Stopp-Strategien werden am Samstag über die Distanz von 250 Runden erwartet.

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Newgarden und Grosjean geraten in Schwierigkeiten

Nicht ganz nach Plan lief es trotz der Bestzeit für Newgarden, der im Qualifying den zweiten Platz hinter seinem Penske-Teamkollegen David Malukas belegt hatte. Der zweifache Champion fuhr im 2. Training weniger Runden als geplant (40) und plagte sich dem Vernehmen nach zu Beginn mit einem Hybrid-Problem an seinem Chevrolet-Dallara herum. Der frühere Formel-1-Fahrer Romain Grosjean wurde wegen zunächst unbekannter Schwierigkeiten langsamer und löste die einzige Caution-Phase der Session aus.

Es gab aber auch positive Nachrichten: Dem Team Meyer Shank Racing gelang es, den Honda-Dallara von Felix Rosenqvist wieder auf die Strecke zu schicken. Der Schwede war im 1. Training verunfallt und musste das Qualifying auslassen.

Hinter Spitzenreiter Newgarden folgten Marcus Armstrong (Meyer Shank Racing), Pato O'Ward (Arrow McLaren) und der amtierende Champion Alex Palou (Chip Ganassi Racing) auf den Plätzen zwei, drei und vier. Superstar Palou kam im Qualifying nicht über P10 hinaus: "Wir haben nach dem Qualifying ein paar Änderungen vorgenommen. Im Rennen wird es wichtig sein, ein gutes Auto zu haben, wenn die Reifen am Stint-Ende schlappmachen."

Mick Schumacher sorgt mit Quali-Sensation für Schlagzeilen

Für die Story des Tages sorgte aber IndyCar-Rookie Mick Schumacher wenige Stunden zuvor. Der 26-Jährige schnappte sich in einem ersten Qualifying auf einem Oval-Kurs den vierten Platz in der zweiten Startreihe. Mit Teamkollege Graham Rahal auf P3 gelang dem Team RLL das beste Quali-Resultat seit vielen Jahren. Und das ausgerechnet auf einem Short Oval, einer bekannten Schwachstelle der Mannschaft um Besitzer Bobby Rahal.

"Wir wussten, was wir tun müssen und haben ein paar gute Runden zusammengebracht", sagte Schumacher, der das Qualifying als erster Fahrer aufgenommen hatte. "Ich bin schon gespannt auf das Rennen. Das ist eine ganz andere Situation mit dem Verkehr und allem, das wird nicht einfach." Der Rennstart zum zweiten Saisonrennen über 250 Runden mit rund 1:45 Stunden Dauer erfolgt am Samstag um 21:15 Uhr deutscher Zeit.

Schumacher belegte im abschließenden Training den 17. Platz in der Zeitentabelle. Seine beste Runde legte er im siebten von 65 Umläufen zurück: 22,093 Sekunden, was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 262 km/h entspricht. Zum Vergleich: Spitzenreiter Newgarden umrundete die Strecke mit einem Schnitt von 269 km/h (21,469 Sekunden).

https://www.motorsport-magazin.com/indycar/rennkalender-2026.html

Schwarze Flaggen im High Line Training

Kurz vor dem Beginn des 2. Freien Training hatten die Fahrer die Gelegenheit, im sogenannten 'High Line Training' weitere Meilen zu sammeln - das allerdings vorrangig abseits der Ideallinie am oberen Rand der Oval-Kurven. Hintergrund: Zum einen sollen die Fahrer dadurch ein Verständnis für das Verhalten der Autos abseits der Rennlinie erhalten, zum anderen soll in diesen Bereichen Gummi auf den Asphalt gelegt werden.

Vor dem Rennstart am Samstag sind allerdings noch die NASCAR-Autos mit anderen Reifen auf der Strecke unterwegs. IndyCar und die US-Tourenwagenserie teilen sich an diesem Doubleheader-Wochenende den Phoenix Raceway. Für Newgwarden und McLaughlin war das High Line Training vorzeitig beendet: schwarze Flaggen aus der Rennleitung, weil sie zu selten die obere Fahrlinie genutzt hatten. Ansonsten blieb die 30-minütige Session ereignislos.

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