IndyCar

Fairness leidet unter Sensationssucht - Montoya klagt über fehlende Fairness

Juan Pablo Montoya sieht sich unfair behandelt, nachdem ihm ein Crash mit Teamkollege Will Power den Titel gekostet hat.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Vor dem Rennstart in Sonoma galt Team Penske-Pilot Juan Pablo Montoya als größter Titelanwärter bei den IndyCars. Der Kolumbianer führte die Meisterschaft für lange Zeit an und musste nun aufgrund eines Crashes mit dem Teamkollegen und den doppelt gewerteten Punkten beim letzten Rennen auf den Titel verzichten.

Montoya und Teamkollege Power kollidierten nach einem Neustart in Sonoma, der beide an das Ende des Feldes versetzte. Montoyas Konkurrent Scott Dixon schaffte es an die Spitze des Feldes und konnte den Sieg für sich sichern. Montoya hätte einen sechsten Platz benötigt, um in der Meisterschaft vorne zu bleiben. Letztendlich schaffte es der 39-Jährige auf den sechsten Rang, was für ihn nur den Titel des Vizemeisters bedeutete.

Juan Pablo Montoya führte die Meisterschaft über weite Strecken an - Foto: IndyCar

Unfaire Regeln

Nach dem Rennen beschwerte sich Montoya jedoch über das System im IndyCar-Sport, nachdem die Punkte im letzten Rennen doppelt gewertet werden. Auch über die Reifen mit den neuen Mischungen beschwerte sich Montoya. "Will ist hinausgeschossen und wir sind in die Kurve gegangen. Er kam zurück, aber ich war dort. Wir haben uns berührt und das war es. Wir haben versucht, von hinten aufzuholen und haben unser Bestes getan, aber es war leider nicht genug. Es ist schwierig dort, die Reifen geben auf und dann ist es einer dieser Tage."

Ein besonderes Problem hat der Kolumbianer mit der Punktreglung beim letzten Rennen. "Wir hatten ein gutes Auto", so Montoya. "Wir hatten einen guten Start und wir haben anfangs alles, was wir machen mussten, getan. Dixon hatte eine beschissene Saison und ein gutes Rennen und wir haben den Preis dafür bezahlt."

Für die Zukunft hofft Montoya, dass das doppelte Punktesystem abgeschafft wird. Große Hoffnungen hegt der 39-Jährige allerdings nicht. "Wir werden sehen, ob IndyCar etwas ändern wird, aber ihnen gefällt die Aufregung für das letzte Rennen. Ist es fair für eine normale Meisterschaft? Nein, ist es nicht, aber das sind die Regeln, nach denen sie spielen wollen. Wenn dir die Regeln nicht gefallen, dann fahr nicht."


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