IndyCar

Pech für Will Power - Dario Franchitti auf dem Weg zum Titel

Will Power hatte in Kentucky jede Menge Pech. Ausgerechnet Dario Franchitti profitierte hinter Rennsieger Ed Carpenter.
von Fabian Schneider

Motorsport-Magazin.com - Eine unglückliche Kollision in der Boxengasse könnte die IndyCar-Saison 2011 entschieden haben. Bei Kentucky Indy 300 verlor Will Power nach der überragenden Pole Position am Vortag die Tabellenführung an Dario Franchitti, nach dem er ausgerechnet im vorletzten Rennen der Saison eine Kollision in der Boxengasse erlebte.

Vom ersten Startplatz ging Power zunächst in Führung und hatte das Geschehen im ersten Rennviertel unter Kontrolle. Bei einem Boxenstopp nach 48 von 200 Runden passierte dann das Missgeschick, für das der Australier eigentlich nichts konnte: Ana Beatriz wurde von ihrem Team wieder losgeschickt und steuerte ihren Boliden genau in Will Power.

Nach dem Unfall fehlte der Topspeed

"Mit dem Loch in der Seite des Autos haben wir vier Meilen pro Stunde verloren. Zuvor waren wir das schnellste Auto auf der Strecke", ärgerte sich der bisherige Tabellenführer zurecht. "Das Handling war noch okay, aber der Speed hat einfach gefehlt. Nun können wir das Auto auf das Finale vorbereiten, dort gewinnen und sehen, was passiert."

Ed Carpenter holte den ersten Sieg - Foto: IndyCar

Sein Konkurrent Franchitti ließ sich trotz eines schlechten Startplatzes nicht aus der Ruhe bringen. Der mehrfache Champion arbeitete sich im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorne und übernahm nach 51 Runden sogar die Führung. Erst kurz vor dem Ziel musste er sie an den späteren Rennsieger Ed Carpenter abgeben, aber auch mit Platz zwei dürfte der Schotte sehr zufrieden sein.

"Im Qualifying hatten wir es nicht leicht, wir waren einfach zu langsam. Im Rennen lief es dann besser und ich konnte gut überholen, auch wenn ich am Ende des enge Duell gegen Ed verloren habe", sagte Franchitti, der nun mit 18 Punkten in Führung liegt und beim Finale in Las Vegas alle Trümpfe in der Hand hat.

Kurioser Ausfall von Simona de Silvestro

Hinter Ed Carpenter, der übrigens seinen ersten IndyCar-Sieg feierte und sich dementsprechend freute, kam Franchittis Teamkollege Scott Dixon auf das Podium. Auch James Hinchcliffe, Ryan Hunter-Reay und Oriol Servia zeigten auf den Positionen vier bis sechs ein gutes Resultat. Danica Patrick komplettierte die Top-10 hinter Wade Cunningham, Ryan Briscoe und Buddy Rice.

Für die Schweizerin Simona de Silvestro nahm der Arbeitstag einmal mehr ein vorzeitiges Ende. Die Fahrerin aus dem HVM-Rennstall musste nach 141 Runden nach einer kuriosen Situation aufgeben. "Wir waren eigentlich solide unterwegs", so De Silvestro, die nach Halbzeit des Rennes zu einem vorzeitigen Boxenstopp hereinkam. Beim Anfahren griff die überhitzte Kupplung des IndyCars zu früh und De Silvestro drehte sich in die Boxenmauer. Nach der Reparatur konnte sie das Rennen zwar fortsetzen, musste wenig später aber aufgrund der überhitzten Kupplung aufgeben.


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