IMSA

Deutliche Pole für Audi - Audi-Qualifying in St. Petersburg

In St. Petersburg konnte sich Audi mit dem R10 eine deutliche Pole-Position sichern.

Motorsport-Magazin.com - Nach einer eindrucksvollen Runde im Qualifying startet der Audi R10 TDI beim Rennen in St. Petersburg von Startplatz eins. Im Qualifying am Freitag erzielte Marco Werner auf dem Stadtkurs eine Runde, mit der er seinen Verfolger um 0,753 Sekunden distanzierte. Es ist die zweite Pole-Position des Audi R10 TDI in Folge in bislang zwei Saisonläufen der American Le Mans-Serie.

In seiner dritten Runde fuhr der Deutsche Marco Werner eine eindrucksvolle Bestzeit von 1.02,825 Minuten. Damit war er eine volle Sekunde schneller als sämtliche in den vorherigen Sessionen erreichten Zeiten aller Teilnehmer. Zudem lag er 0,753 Sekunden vor dem Franzosen Romain Dumas, der seinen LM P2-Porsche RS Spyder für Platz zwei qualifizierte.

Der Audi R10 TDI mit der Startnummer 2 erreichte damit erstmals in St. Petersburg Startplatz eins und unterbot den LM P1-Bestwert von Allan McNish aus dem Vorjahr (1.03,415 Minuten) um 0,6 Sekunden. Damit stellte der Audi R10 TDI auch einen neuen LM P1-Streckenrekord für den 1,8 Meilen langen Kurs in der Innenstadt von St. Petersburg auf. In der 25-monatigen Rennhistorie des Audi R10 TDI war dies bereits die zehnte Pole-Position.

Während Marco Werners Runde auf der temporären Stadtrennstrecke, die den Stärken des Audi R10 TDI nicht entgegenkommt, als gleichermaßen ungewöhnliches wie unerwartetes Ergebnis Anerkennung fand, erreichte Frank Biela mit seiner Runde in 1.04,577 Minuten die neuntbeste Zeit. Mehrere Aspekte wirkten sich auf sein Ergebnis aus. Bei 31 Grad Celsius Außentemperatur und 46 Grad Streckenhitze entschied sich das Team im Audi R10 TDI mit der Startnummer 1 für eine härtere Reifenmischung, die dann auch im 1:55 Stunden langen Rennen am Samstag zum Einsatz kommt. Zudem startete Frank Biela zum ersten Mal auf diesem Stadtkurs.

Der Unfall eines anderen Fahrzeugs und Rote Flaggen am Ende des letzten Freien Trainings hatten ihn zuvor daran gehindert, eine weitere Abstimmungsvariante für das Qualifying auszuprobieren.

Das deutsche Duo Marco Werner/Lucas Luhr startet am Samstag um 13:25 Uhr Ortszeit (19:05 Uhr deutscher Zeit) von Position eins, während das Schwesterauto des italienisch-deutschen Duos Emanuele Pirro/Frank Biela aus der fünften Reihe ins Rennen geht.

Stimmen nach dem Qualifying in St. Petersburg

Lucas Luhr (Audi R10 TDI #2):
Ich freue mich sehr für das Team und für Audi. Das ist eine sehr wichtige Pole-Position für uns nach der unglücklichen Situation in Sebring. Marco hat eine fantastische Runde gedreht. Glückwunsch, ich ziehe meinen Hut vor ihm. Seine Runde war beeindruckend. Ich bin glücklich, denn wir haben die beste Startposition für ein hoffentlich erfolgreiches Rennen.

Marco Werner (Audi R10 TDI #2):
Das war ein wirklich gutes Qualifying! Ich habe alles gegeben und bin stolz, für Champion Racing und Audi auf Startplatz eins zu stehen. Danke an das ganze Team für die Arbeit. Ich mag diese Strecke – und um hier schnell zu sein, muss man sie mögen. Die Reifen haben eine gute Spitzenleistung geboten. Vielen Dank an Michelin. Als ich nochmal eine schnelle Runde hinlegen wollte, ließ die dann Reifenleistung nach. Das Auto wurde unruhig und ich drehte mich in der achten Kurve.

Frank Biela (Audi R10 TDI #1):
Ich bin natürlich nicht zufrieden. Ich starte zum ersten Mal hier und es war nicht leicht, sich an alles zu gewöhnen. Außerdem hatten wir in engen Kurven etwas zu wenig Grip. Jetzt müssen wir herausfinden, woran das lag und wie wir es bis zum Rennen lösen können.

Emanuele Pirro (Audi R10 TDI #1):
Eines vorweg: Marco hat eine unglaubliche Rundenzeit gefahren. Das ist wunderbar für das Team und für Audi. Ein fantastischer Tag. Was unser Auto betrifft, so haben wir uns für einen anderen Reifentyp entschieden. Wir wählten die härtere Mischung, von der wir uns für das Rennen mehr versprechen. Aber das ist nicht der einzige Grund. Wir müssen die Ursachen noch etwas detaillierter analysieren, um morgen wirklich eine gute Leistung zu zeigen.

Dave Maraj (Direktor Audi Sport Team North America):
Ich bin absolut überrascht, dass wir auf der Pole-Position stehen und dies mit einer solchen Rundenzeit erreicht haben. Marco hat eine extrem gute Leistung erbracht, während die Ingenieure und das Team ebenfalls sehr gut gearbeitet haben, um das Auto so hervorragend abzustimmen. Ich bin einfach nur glücklich. Jetzt geht es darum, auch im Rennen ein gutes Ergebnis zu erreichen.


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