IMSA

In der Hitze der Wüste - Rennen in Utah

Das Rennen der American Le Mans Series ist gleichzeitig auch das letzte vor den 24 Stunden von Le Mans. Für Audi ist es damit gleichzeitig ein wichtiger Test.
von Martina Fellner

Motorsport-Magazin.com - Nach dem 12-Stunden-Rennen in Sebring und drei Stadtrennen in Folge steht der Audi R10 TDI in den USA vor einer weiteren großen Herausforderung: Im Miller Motorsports Park rund 30 Meilen westlich von Salt Lake City (US-Bundesstaat Utah) erwartet das Team von Audi Sport North America am Samstag (19. Mai) voraussichtlich das heißeste Rennen der American Le Mans-Serie 2007. Über 30 Grad im Schatten sind in der Wüste von Utah vorhergesagt. Doch Schatten gibt es auf der mit 4,486 Meilen und 24 Kurven längsten US-Rennstrecke nicht.

Im vergangenen Jahr feierte der R10 TDI in der Hitzeschlacht bei Salt Lake City einen knappen Sieg. Nachdem das Team zuletzt in Long Beach und Houston zwei unglückliche Niederlagen gegen die leichteren LM P2-Fahrzeuge hinnehmen musste, will es nun zurückschlagen und den Vorjahressieg wiederholen.

Wir freuen uns, wieder auf einer richtigen Rennstrecke zu fahren – ohne Mauern
Dave Maraj

Dindo Capello (Italien) und Allan McNish (Schottland) kommen als Führende der Gesamtwertung nach Utah. Acht Punkte zurück liegen ihre Teamkollegen Emanuele Pirro (Italien) und Marco Werner (Deutschland), für den der Miller Motorsports Park Neuland ist.

Für Audi ist der fünfte Lauf der American Le Mans-Serie gleichzeitig das letzte Sportwagen-Rennen vor den 24 Stunden von Le Mans am 16./17. Juni. Trainiert wird in Utah ab Donnerstag. Das Rennen beginnt am Samstag um 17:05 Uhr (01:05 Uhr am Sonntagmorgen in Deutschland) und führt in die Abenddämmerung hinein.

Stimmen vor dem Rennen in Salt Lake City

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
"Das Wochenende in Salt Lake City war im vergangenen Jahr sehr interessant. Die Rennstrecke war damals brandneu, und es war für die Fahrer nicht leicht, sich zu orientieren. Die Strecke hat viele unterschiedliche Kurven, aber auch eine lange Gerade. Im Vorjahr haben unsere R10 TDI dort recht gut funktioniert. Es kommen noch Strecken, die uns noch besser liegen sollten. Aber nach drei Stadtrennen in Folge freut sich das ganze Team sehr auf eine ‚normale‘ Rennstrecke."

Wir sind nun lange genug zwischen Mauern gefahren
Emanuele Pirro

Dindo Capello (Audi R10 TDI #1):
"Allan (McNish) und ich haben mit Salt Lake City noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr hatten wir dort großes Pech: Wir haben von Anfang an geführt, doch ein Reifenschaden hat uns zehn Minuten vor Rennende den Sieg gekostet. Hoffentlich haben wir in diesem Jahr mehr Glück. Ich freue mich sehr, auf einer so tollen Rennstrecke fahren zu können, auf der unser R10 TDI sein Potenzial besser zeigen kann als auf Stadtkursen."

Allan McNish (Audi R10 TDI #1):
"Jeder von uns freut sich darauf, wieder auf einer ‚richtigen‘ Rennstrecke zu fahren. Wir kennen den R10 TDI auf solchen Strecken einfach besser. Außerdem sind die Stadtrennen doch ziemlich turbulent und unkalkulierbar. Im vergangenen Jahr waren wir in Salt Lake City sehr schnell. Wir hatten schon 40 Sekunden Vorsprung, ehe wir einen Reifenschaden hatten. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Porsche mit einem LM P2-Auto die schnellste Rennrunde gefahren ist und Acura/Honda immer stärker wird. Ich erwarte wieder einen heißen Kampf um den Sieg."

Emanuele Pirro (Audi R10 TDI #2):
"Endlich wieder eine schöne, echte Rennstrecke! Wir sind nun lange genug zwischen Mauern gefahren. Salt Lake City ist eine tolle Anlage, die Rennstrecke sehr schön, neu und lang. Ich kann es kaum erwarten, den R10 TDI dort zu fahren. Der Kurs hat eine lange Gerade und schnelle Kurven, das mag unser Auto. Für mich beginnt die Meisterschaft in Salt Lake City erst so richtig, denn bei den drei Stadtrennen ging es vor allem darum, ins Ziel zu kommen und Punkte zu sammeln."

Marco Werner (Audi R10 TDI #2):
"Salt Lake City wird für mich wieder einmal ein Rennwochenende, an dem ich eine neue Rennstrecke kennenlerne. Ich habe gehört, dass die Strecke interessant sein soll – und anspruchsvoll, was die Linie betrifft. Zum Glück haben wir dieses Mal etwas mehr Trainingszeit als bei den letzten Rennen. Ich bin gespannt, was mich erwartet."

Dave Maraj (Team Direktor Audi Sport North America):
"Wir freuen uns, wieder auf einer richtigen Rennstrecke zu fahren – ohne Mauern. Unser Auto ist für solche Rennstrecken gebaut, nicht für Stadtkurse. Natürlich werden wir in Salt Lake City unser Bestes geben."


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