IMSA

Erster Saisonsieg gibt Porsche-Teams Auftrieb - Fünfter Lauf im kanadischen Mosport

Die American Le Mans Series ist am 22. Juli auf dem Mosport International Raceway zu Gast. Bergmeister und Long wollen an ihren ersten Saisonsieg anknüpfen.

Motorsport-Magazin.com - Die schnellsten Sportwagen der Welt zu Gast in Kanada: Auf dem Mosport International Raceway unweit der Millionenstadt Toronto startet die American Le Mans Series am 22. Juli zu ihrem einzigen Rennen außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) wollen auf dem anspruchsvollen Kurs mit dem Porsche 911 GT3 RSR an die starke Leistung anknüpfen, mit der sie in Lime Rock ihren ersten Saisonsieg holten.

Das Rennen

Der Grand Prix von Mosport ist seit der Einführung der American Le Mans Series im Jahr 1999 eine feste Größe im Kalender.

Die Strecke

Der 3,957 Kilometer lange Mosport International Raceway gilt als einer der schnellsten und anspruchsvollsten Kurse in der American Le Mans Series. Eröffnet wurde die älteste permanente Rennstrecke Kanadas 1961 mit einem Sportwagenrennen, das Stirling Moss mit einem Lotus 19 gewann. Von 1967 bis 1977 wurde in Mosport auch der Formel-1-Grand-Prix von Kanada ausgetragen.

Die Porsche-Fahrer

Nach ihrem ersten Saisonsieg treten die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister und Patrick Long mit dem von Flying Lizard Motorsports eingesetzten Porsche 911 RSR in der besonders hart umkämpften GT-Klasse erneut gegen die starke Konkurrenz von BMW, Chevrolet und Ferrari an. Ihr Werksfahrerkollege Wolf Henzler wechselt sich im Cockpit des Porsche 911 GT3 RSR vom Team Falken Tire mit Bryan Sellers (USA) ab. Im zweiten Flying-Lizard-Porsche gehen die Amerikaner Seth Neiman und Andy Lally an den Start. Die Fahrer des Porsche 911 GT3 RSR von Paul Miller Racing sind Sascha Maassen (Aachen) und Bryce Miller (USA).

Der Porsche 911 GT3 RSR

Als Topmodell der Kundensportfahrzeuge von Porsche Motorsport ging der Porsche 911 GT3 RSR mit umfangreichen Modifikationen in die Rennsaison 2012. Besonders auffallend ist die Verbreiterung der Karosserie um 48 Millimeter. Das aerodynamische Konzept wird durch eine neue Führung der Ansaugluft ergänzt.

Die Porsche-Erfolge

Sieben GT-Siege holte Porsche seit 1999 auf dem Mosport International Raceway. Jörg Bergmeister steuerte allein vier Erfolge zu dieser eindrucksvollen Bilanz bei: 2005 und 2010 siegte er mit Patrick Long im Porsche 911 GT3 RSR, 2003 und 2004 war er mit Timo Bernhard erfolgreich. Der Sportprototyp Porsche RS Spyder gewann 2006 und 2007 die Klasse LMP2.

Die Zeiten

Das Rennen in Morsport startet am Sonntag, 22. Juli, um 12.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) und dauert 2:45 Stunden. Es wird auf www.americanlemans.com live im Internet übertragen. Das GT-Qualifying ist auf www.porsche.com/alms-live am Samstag ab 21.35 Uhr MESZ zu sehen.

Stimmen vor dem Rennen

Hartmut Kristen, Porsche-Motorsportchef: "Der erste Saisonsieg, den Jörg Bergmeister und Patrick Long mit dem Flying-Lizard-Porsche in Lime Rock holten, gibt allen unseren Teams in der American Le Mans Series neuen Aufrieb. Sie sind seit Laguna Seca mit dem neuen Frontsplitter und dem angepassten Heckflügel unterwegs, und zumindest die Startnummer 45 konnte diese Zugeständnisse der Reglementverantwortlichen in Lime Rock in eine bessere Performance umsetzen. In Mosport wird es darum gehen, den richtigen Kompromiss zwischen Abtrieb und Höchstgeschwindigkeit mit diesen Änderungen zu finden."

Jörg Bergmeister: "Mosport ist eine Strecke, die uns normalerweise nicht sonderlich gut liegt. Es gibt wenige Kurven, meistens geht es geradeaus. Wenn es uns aber gelingt, wieder alles so auf den Punkt zu bringen wie zuletzt in Lime Rock, könnten wir den Sprung aufs Podium schaffen. Das wäre ein gutes Ergebnis."

Patrick Long: "Die Strecke ist nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr anspruchsvoll. Das gefällt mir. Unser Erfolg in Lime Rock war für das ganze Team ein Motivationsschub. Es wäre schön, wenn wir diesen Schwung nach Mosport mitnehmen könnten."

Wolf Henzler: "Die Besonderheit in Mosport ist, dass sich in den Kurven ständig der Grip verändert. Das liegt daran, dass sie den Asphaltbelag der Strecke mit Betonplatten ausgebessert haben. Letztes Jahr kam unser Reifen mit den häufigen Gripwechseln überhaupt nicht zurecht. Hoffentlich funktioniert das diesmal besser."


Weitere Inhalte:
Motorsport Tickets
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video