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Formel E

Formel-E-Qualifying Saudi-Arabien: Mercedes vor Porsche & Audi

Nyck de Vries beschert Mercedes die erste Pole Position der Formel-E-Saison 2021. Pascal Wehrlein und Rene Rast liegen in Lauerstellung.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Nyck de Vries hat sich die erste Pole Position der Formel-E-Saison 2021 gesichert. Der Mercedes-Fahrer entschied das Qualifying am Freitagnachmittag in Saudi-Arabien für sich und nimmt das erste Rennen des Jahres heute (18:00 live bei Pro Sieben MAXX, im ran-Livestream und Live-Ticker auf Motorsport-Magazin.com) vom ersten Startplatz in Angriff.

Mercedes vor Porsche und Audi in der Superpole-Runde der Top-6 aus dem Gruppen-Qualifying: Hinter de Vries fuhren die beiden Deutschen Pascal Wehrlein und Rene Rast auf die Startplätze zwei und drei. Wehrlein hatte bei seinem ersten offiziellen Einsatz für Porsche 0,664 Sekunden Rückstand auf den Mercedes-Piloten (1:08.157 Minuten). Der dreifache DTM-Champion Rast, der seine erste volle Saison für Audi bestreitet, war nur eine halbe Zehntelsekunde langsamer als sein Landsmann.

Edoardo Mortara (Venturi) im Mercedes-Kundenauto, Alex Lynn (Mahindra) und Jaguar-Pilot Mitch Evans komplettierten die Top-6 der Startaufstellung. Während de Vries seine erste Pole Position in der Formel E erzielte, fiel Mercedes-Teamkollege Stoffel Vandoorne den schlechten Bedingungen der Quali-Gruppe 1 zum Opfer und musste sich mit dem 15. Startplatz begnügen.

Saudi-Arabien: Superpole-Ergebnis

Position Fahrer Rundenzeit
1 Nyck de Vries 1:08.157
2 Pascal Wehrlein 1:08.821
3 Rene Rast 1:08.869
4 Edoardo Mortara 1:09.317
5 Alex Lynn 1:09.345
6 Mitch Evans 1:09.706

Qualifying: Stimmen der Top-3

Nyck de Vries, Pole Position: "Schon seit gestern war es ein guter Start in die Saison. Wir haben sehr viel Zeit in unsere schwächeren Bereiche gesteckt. Wir wissen, dass das erst der Anfang war, sind mit der heutigen Performance aber sehr zufrieden. Hoffentlich können wir es heute Abend im Rennen gut beenden."

Pascal Wehrlein, Startplatz 2: "Wir starten aus der ersten Reihe, da ist alles möglich. Mercedes ist sehr stark an diesem Wochenende, sie haben bislang jede Session angeführt. Es scheint, als hätten sie über den Winter eine gute Performance gefunden. Auch bei uns hat sich die gute Vorbereitung ausgezahlt - wir sind auf einer Mission!"

Rene Rast, Startplatz 3: "Wenn mir vor dem Wochenende jemand gesagt hätte, dass ich heute von P3 starte, hätte ich das sofort unterschrieben. Saudi-Arabien gilt als eines der schwierigsten Strecken im Kalender - hier von P3 zu starten, ist gigantisch! Wenn man Nyck zuschaut, sieht das Auto brutal ruhig aus. Er hat das Auto gut im Griff. Wenn wir ganz nach vorne wollen, fehlt noch ein bisschen."

Saudi-Arabien: So lief die Gruppenphase

Porsche-Pilot Andre Lotterer und Maximilian Günther im BMW verpassten die Superpole-Runde. Die beiden Deutschen starteten in der Gruppe 2, wobei Lotterer den siebten und Günther den neunten Startplatz erzielte. Sie rückten nach dem Ende der Gruppenphase nach vorne, weil die Gruppe-4-Fahrer Nico Müller (Dragon), Nick Cassidy (Virgin) und Tom Blomqvist (NIO) ihre schnellsten Rundenzeiten unter gelben Flaggen erzielt hatte.

Damit fielen DTM-Vizemeister Müller und Cassidy im Nachgang aus der Superpole und müssen von den Plätzen 22 und 20 starten. "Das war ein absoluter Witz", ärgerte sich Müller am Sat.1-Mikro. "In der letzten Runde war eine gelbe Flagge. Ich ging vom Gas, aber natürlich ist der Sektor schneller als in der Aufwärmrunde. Ich verstehe es nicht, um ehrlich zu sein. Da hätte man eigentlich eine rote Flagge machen sollen. Stattdessen wurde uns einfach die Runde gestrichen."

Debakel für Meister-Team Techeetah

Ganz bitter lief es für die Fahrer der Gruppe 1, die bei den schlechtesten Streckenbedingungen fahren mussten. Keinem der sechs Piloten - den Top-6 der Meisterschaft aus dem Vorjahr - gelang der Sprung in die Superpole. Oliver Rowland (Nissan) als schnellstem Fahrer der Gruppe fehlte rund eine halbe Sekunde auf Gruppen-Spitzenreiter Nyck de Vries (Mercedes), der in der Gruppe 2 angetreten war.

Ein Debakel erlebte Meister-Team DS Techeetah nach einer unglücklichen Strategie mit Champion Antonio Felix da Costa und Jean-Eric Vergne auf den Startplätzen 18 und 19. Hinter dem Techeetah-Duo landete das Strafen-Trio Cassidy, Blomqvist, Müller sowie Sergio Sette Camara (Dragon/Penske) nach einem Unfall und Robin Frijns (Virgin), der das Qualifying nach einem Crash im 2. Training auslassen musste.

Qualifying 1 in Saudi-Arabien: Ergebnisse der Gruppenphase

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4
Rowland (1:09.362) De Vries (1:08.786) Mortara (1:08.798) Müller (1:24.955)
Vandoorne (1:10.128) Evans (1:09.152) Wehrlein (1:08.885) Cassidy (1:22.020)
Di Grassi (1:10.474) Lotterer (1:09.157) Rast (1:08.959) Blomqvist (1:23.165)
Buemi (1:10.594) Bird (1:09.265) Lynn (1:09.133) Nato (1:09.628)
Felix da Costa (1:10.735) Günther (1:09.277) Sims (1:09.559) Dennis (1:09.723)
Vergne (1:10.804) Frijns (keine Zeit) Turvey (1:09.631 ) Sette Camara (Unfall)

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