Formel E

Formel-E-Finale New York: Turvey nach Unfall im Krankenhaus

Herber Rückschlag für Oliver Turvey beim Finale der Formel E in den USA. Der NIO-Pilot könnte beide Rennen nach einem Unfall verpassen. Ersatz steht parat.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Als wäre das Finale der Formel E in New York an diesem Wochenende nicht schon dramatisch genug... Oliver Turvey musste das Qualifying am Samstag aus dem Krankenhaus verfolgen. Der NIO-Pilot wurde nach dem 2. Training früher am Tag mit einem Verdacht auf den Bruch der linken Hand in ein nahe gelegenes Hospital eingeliefert.

Turvey war zum Ende der Trainings-Session verunfallt und mit seinem Rennwagen in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Laut seines Teams habe er sich nach der Rückkehr in die Box unwohl gefühlt. Am Qualifying konnte der Testfahrer des Formel-1-Teams von McLaren nicht teilnehmen.

Noch ist unklar, ob Turvey nach seiner Verletzung überhaupt noch beim Saisonfinale in den USA eingreifen kann. Es wäre ein bitterer Rückschlag für den Briten, der in der Meisterschaft aktuell den achten Platz vor Nelson Piquet Junior (Jaguar) belegt.

Hua könnte einspringen

Laut Reglement ist es den Teams der Formel E nicht erlaubt, an den letzten drei Rennwochenenden der Saison einen Stammfahrer auszutauschen. Sollte es sich allerdings um einen Fall von höherer Gewalt (Force Majeur) handeln, kann das betroffene Team einen Antrag stellen. Als NIO-Ersatzfahrer ist der Chinese Ma Quing Hua mit nach New York gereist. Er könnte möglichweise für den verletzten Turvey einspringen.

Auch Venturi musste vor dem Finale der Elektro-Serie umplanen. Dem Team mit Neu-Teamchefin Susie Wolff wurde gestattet, ein weiteres Mal auf Ersatzmann Tom Dillmann zurückzugreifen. Der Franzose springt zum zweiten Mal in dieser Saison für den eigentlichen Stammfahrer Edoardo Mortara ein. Der Italo-Schweizer verweilt parallel mit Mercedes beim DTM-Rennen in Zandvoort.

Drama im Qualifying

Das Samstags-Qualifying der Formel E in New York war an Dramatik kaum zu überbieten. Titelfavorit Jean-Eric Vergne und Techeetah-Teamkollege Andre Lotterer wurden wegen Missbrauchs der Energie alle Rundenzeiten gestrichen, nachdem sie in der Gruppenphase die ersten beiden Plätze belegt hatten. Titelanwärter Sam Bird kam nicht über den 14. Startplatz hinaus. Die Pole Position sicherte sich Renault-Pilot Sebastien Buemi, Audi-Pilot Daniel Abt qualifizierte sich als Fünfter.


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