Formel E

Formel E vs. The Grand Tour: Twitter-Streit um Gepard eskaliert

Wenn ältere Männer auf eine junge Rennserie treffen, muss es ja krachen. So geschehen zwischen Jeremy Clarkson von The Grand Tour und der Formel E...
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Clash der Generationen! Es war passenderweise ein eher ungewöhnliches Duell, das sich kürzlich auf Twitter abspielte... Die Kontrahenten: auf der einen Seite die Formel E, auf der anderen The Grand Tour, vielen besser bekannt als Nachfolger der berüchtigten Auto-Sendung Top Gear. Zwischen beiden Parteien ging es in den sozialen Medien ganz schön hoch her.

Auslöser des regelrechten Twitter-Beefs war ein kurz vor der Saison veröffentlichtes Video der Formel E, in dem ein Gepard ein Rennen gegen ein Formel-E-Auto bestreitet. Am Steuer saß - passenderweise - Jean-Eric Vergne vom Rennstall Techeetah. Das Video wurde Millionen mal angeklickt und entwickelte sich zu einem viralen Hit.

Den Herren Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May von The Grand Tour passte das Duell Tier gegen Maschine aber offenbar nicht so recht. Schließlich galt das Trio jahrelang als Vorreiter völlig verrückter Duelle mit mindestens einem Auto. Und so kam es, dass sich Clarkson und Co. über das Formel-E-Video in ihrem typischen Humor lustig machten.

Clarkson zieht über Formel E her

Bei einer kürzlich ausgestrahlten Sendung von Top Ge... Verzeihung, The Grand Tour lief die Konversation zwischen Clarkson und Hammond wie folgt ab:

Jeremy Clarkson: Die Organisatoren der Formel E haben ein Rennen durchgeführt zwischen einem ihrer Autos und einem Gepard. Dazu eine Frage: Die Höchstgeschwindigkeit des Gepard liegt bei 70 Meilen pro Stunde. Das Auto kommt auf einen Topspeed von 140 Meilen pro Stunde. Also, wer hat das Rennen wohl gewonnen?

Richard Hammond: War es das Auto?

Jeremy Clarkson: Ja!

Richard Hammond: Also hat ein mechanisches Fahrzeug mit einem höheren Topspeed gegen ein wildes Tier gewonnen, das überhaupt nicht wusste, was da abgeht...

Jeremy Clarkson: Wortwörtlich das sinnloseste Rennen der Geschichte.

Richard Hammond: Also ging es eigentlich nur darum, nicht den Gepard zu überfahren...

Rumms! Eine ganz schöne Breitseite der etwas in die Jahre gekommenen Herren, die üblicherweise lieber Autos gegen Flugzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge, motorisierte Kayaks, Ski-Fahrer oder auch Billardspieler antreten lassen. Da darf man sich schon mal über das vermeintlich 'sinnloseste Rennen der Geschichte' amüsieren...

Formel E: Clarkson ist ein Dinosaurier

Den Briten-Spaß hatte die Formel E natürlich auch mitbekommen - und reagierte in ähnlicher Manier. In einem Tweet schrieb die Serie an Clarkson gerichtet: "Wir wollten eigentlich gegen einen Dinosaurier antreten. Aber der Agent von Jeremy Clarkson sagte, dass er mit The Grand Tour beschäftigt sei."

Hammond und die elektrischen Autos

Nicht nur Clarkson bekam sein Fett weg, auch Kollege Hammond musste einstecken! Das Formel-E-Team Andretti kommentierte süffisant bei Twitter: "Sie wollten eigentlich Richard Hammond ins Auto setzen, aber er hat keine so guten Erfahrungen mit schnellen elektrischen Autos." Wer es nicht mitbekommen hat: Hammond war letztes Jahr bei einem Bergrennen in der Schweiz schwer verunglückt - mit einem elektrisch-angetriebenen Konzept-Sportwagen...

Formel-E-Auto vs. Gepard: Wer beschleunigt schneller?: (01:59 Min.)

Duell mit Hintergrund

Beim Duell Formel-E-Auto gegen Gepard ging es natürlich nicht um einen direkten Kräftevergleich - obwohl beide von 0 auf 100 in knapp 3 Sekunden beschleunigen. Vielmehr wollte die Formel E, die sich bekanntermaßen der Nachhaltigkeit verschrieben hat, eine Botschaft transportieren: dass der Gepard durch den Klimawandel zu den zehn gefährdetsten Tierarten zählt und die Formel E große Anstrengungen in die Verringerung des globalen CO2-Ausstoßes steckt.

Deshalb sei in diesem unterhaltsamen Twitter-Streit das letzte Wort dem Geparden-Herausforderer Jean-Eric Vergne vorbehalten: "Wir konnten die Dinosaurier nicht retten, lasst uns also zumindest die Geparden schützen. Ist doch egal, wie wir das machen."


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