Sie können froh sein: So viel Nachwuchs und jeder schlägt super ein...
Mario Theissen: Natürlich sind wir froh. Es stellte sich die Frage, ob man einen 19-Jährigen schon in ein F1-Auto setzen darf, aber wir haben uns das sehr gut überlegt. Wir kennen Sebastian schon sehr lange. Er ist schon mit 6 Jahren Rennen gefahren und hat somit schon 13 Jahre Rennerfahrung auf dem Buckel. Ich war mir sicher, dass er mit der Situation hier fertig werden würde. Das hat er eindrucksvoll bewiesen.
Wie hat er reagiert, als sie ihm über Funk sagten: Du stehst auf P1?
Mario Theissen: Das haben wir ihm gar nicht gesagt.
Sie haben es ihm gar nicht gesagt?
Mario Theissen: Nein. Seine Aufgabe war es heute Daten zu sammeln und das gesamte Abstimmungsprogramm durchzuziehen. Das hat er fehlerfrei gemacht. Ich habe ihn gestern sogar noch einmal richtig geeicht, dass er hier nicht versuchen soll eine Toprundenzeit zu fahren. Dass er am Ende trotzdem der Schnellste war, freut mich sehr. Es zeigt, dass er mit dieser Situation rundum gut fertig geworden ist.
Sebastian hat also auch beim Feedback an die Ingenieure gute Arbeit geleistet?
Mario Theissen: Ja, absolut. Er hat das gesamte Programm absolviert, keinen Fehler gemacht und war von den Rundenzeiten so schnell, dass man seine Aussagen verwerten kann - und diese Aussagen waren absolut detailliert und präzise.
Wie sieht es insgesamt nach dem Freitag aus?
Mario Theissen: Ich kann es noch nicht einschätzen. Wir müssen jetzt erst abwarten, wie es aussieht, wenn die beiden Einsatzfahrer morgen mit dieser Abstimmung ein größeres Pensum absolviert haben. Danach werden wir ein gutes Bild haben.

diese Formel 1 Interview