"Es kommt immer darauf an, wie man die Dinge sehen will, und ich sehe sie gerne positiv," schreibt Michael Schumacher auf seiner Homepage. "Klar kann man jetzt sagen, dass der WM-Kampf extrem hart wird, wenn es so weiter geht. Das wissen wir auch. Aber man muss doch auch sehen, dass wir noch nicht einmal die Hälfte der Saison erreicht haben! Wenn Fernando einen solchen Vorsprung hat herausfahren können, ist es doch schon allein deshalb möglich, dass er ihn auch wieder verliert." Diese Einstellung teile man auch bei Ferrari, so der Deutsche weiter, denn: "Aufgeben gilt nicht, es gibt keinen Grund dafür. Dafür sind bei weitem noch zu viele Rennen zu fahren."
Schumacher stand zwar als Zweiter auf dem Podium, nach den letzten Testfahrten in Barcelona hatten aber alle in Maranello erwartet, nicht nur Zweiter sondern Erster zu sein. Dass die Weltmeisterschaft bereits gelaufen sein, sieht der siebenmalige Weltmeister allerdings ganz und gar nicht, auch wenn er sich durchaus bewusst ist, dass keine leichte Aufgabe vor ihm und seinem Team liegt. "Das wird schwer, klar, denn sie (Renault) machen einen Super-Job, aber das macht es doch gerade erst spannend. Es geht doch nichts über einen harten und schwierigen Kampf, das ist etwas extrem inspirierendes. Ich fühle mich jedenfalls wohl bei dem Gedanken, dass wir noch lange alle Möglichkeiten besitzen, und wir alle haben uns fest vorgenommen, sie auch zu nutzen."
Mit Vorhersagen, wie es in Kanada und den USA laufen wird, hält Schumacher sich lieber zurück. "Das sind von der Streckencharakteristik zwei komplett andere Rennen, kein Team hat dort getestet, wir fahren mit ganz anderen Aerodynamik-Paketen - wie wir dort im Verhältnis zur Konkurrenz aussehen werden, kann ich noch nicht einschätzen. Am liebsten aber: gut." Jetzt macht Familie Schumacher auf alle Fälle erst einmal ausgiebig Urlaub in Amerika. Wie schon seit vielen Jahren nutzt Michael Schumacher mit seiner Frau Corinna und ein paar Freunden die Zeit um auszuspannen und einfach Privatmensch zu sein. "Urlaub so wie wir ihn mögen - weit weg von allem Trubel, mit vielen Unternehmungen, in grandioser Natur, mit vielen Lachanfällen. Es ist ja fast schon eine kleine Tradition geworden, dass wir die Zeit vor den Übersee-Rennen dazu nutzen, ein paar Tage Spaß zu haben. Und ich bin mir mehr als sicher, dass wir sehr viel Spaß haben werden."

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