Am ersten Juliwochenende kehrt die Formel 1 nach Indianapolis zurück, an den Ort, an dem im vergangenen Jahr das größte Skandalrennen der Formel 1-Geschichte stattgefunden hat. Nur die sechs mit Bridgestone-Reifen ausgestatteten Autos trugen ein einsames Rennen aus und die Michelin-bereiften Boliden blieben aus Sicherheitsgründen in den Garagen. Jetzt versucht der französische Reifenhersteller nachträglich Schadensbegrenzung bei den Fans zu betreiben.
Bereits nach dem Rennen hatte man versprochen, den enttäuschten Zuschauern den Eintrittspreis zurück zu erstatten. Jetzt gehen die Franzosen noch einen Schritt weiter um die Fans zurückzugewinnen und haben eine Autogrammstunde sämtlicher Fahrer der Michelin-Teams arrangiert. Ein Sprecher gab gegenüber USA Today zu, dass ein Grund für diese Aktion sei, das angekratzte Image der Franzosen wieder etwas aufzupolieren. "Es schien uns logisch, da etwas zu tun."
Die Zukunft von Indianapolis als Formel 1-Austragungort steht nach dem Debakel 2005 aber auch weiter auf der Kippe. Ein Sprecher des Indianapolis-Speedway gab zu verstehen, dass man erst einmal abwarten werde, wie der Zuspruch dieses Jahr ausfallen werde und dann entscheiden wolle, ob ein neuer Vertrag überhaupt in Frage käme.

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