Die einen lieben ihn, die anderen können das nicht von sich behaupten. Dennoch oder gerade deswegen elektrisiert Michael Schumacher die Massen - und damit den Blätterwald.
"Ein Superstar, der diese Bezeichnung auch verdient. Ein Mann ohne Grenzen. Ein Besessener. Ein Unheimlicher. Ein Monster eben." So beschreibt der Blick den mittlerweile 86-fachen GP-Sieger. "Wie lange wird er in der Formel 1 noch sein "Unwesen" treiben und dabei Millionen von Fans weltweit verzücken?"
In Italien mutiert Schumacher derweil vom Unwesen zum Supermann: "Nach Imola vollbringt Schumi auch in Deutschland ein Ferrari-Meisterwerk", titelte La Repubblica. "Drei Runden als Superman."
Il Messaggero sah Ferrari hingegen "fliegen": "Der satte Sieg von Schumi und der dritte Platz von Massa bringen Ferrari in voller Geschwindigkeit wieder ins Rennen um den Weltmeistertitel."
Die La Gazzetta dello Sport wurde unterdessen gewohnt philosophisch: "Ein magischer Schumi. Ferrari ist wirklich zurückgekehrt. Ein Triumph am Nürburgring. Der Kannibale Schumacher ist wieder da. Zwischen Alonsos zweitem Boxenstopp und seinem hat er drei magische Runden hingelegt. 15 Kilometer im Zeittrainings-Rhythmus. Das war Schumachers Sieg. Superschnell und entschlossen. Jetzt denkt er an ganz Großes. Und so einer soll aufhören? Die halbe Formel 1 hofft: nein!"
Nur die halbe Formel 1? Ja, dem Rest flößt er Angst ein: "Schumi und Ferrari flößen wieder allen Angst ein", schreibt Libertà. Und selbst in Großbritannien muss der Daily Mirror zugeben: "Schumacher ist wieder ganz der Alte. Die Ferrari-Legende feierte einen meisterhaften Triumph."
Während der Independent Schumacher "im Katz-und-Maus-Spiel" die Nase vorne haben sah, erlebte der österreichische Kurier mit den Ferrari-Fans einen "Geniestreich" des Deutschen. "Für alle anderen war es nur ein weiterer Beweis dafür, dass in der Formel 1 die Entscheidung über Sieg und Niederlage nur mehr selten im Rennen und auf der Strecke fällt." Die Kronenzeitung störte das nicht - denn für sie zählte nur eins: "Schumi verzauberte in der 'Grünen Hölle' seine Fans."



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