Die kühlen äußeren Bedingungen kamen heute nicht allen entgegen und auch einige Michelin-Fahrer hatten Probleme, ihre Reifen auf Temperatur zu bringen. Trotzdem ist man mit dem bisherigen Verlauf des Wochenendes bei Michelin mehr als zufrieden.

Nick Shorrock, Michelin Formel 1-Direktor, fasst es in Worte. "Mit allen den Unterbrechungen war das eine hektische Session von uns aus gesehen, auch eine sehr erfolgreiche", sagte er. "Es war interessant, die Reaktionen der Teams zu beobachten, als es zu Beginn der dritten Session drohte, zu regnen und die Teams die Wahl zwischen Trocken- und unseren neuesten Intermediate-Reifen treffen mussten, die beim letzten Freien Training am Morgen so konkurrenzfähig waren." Leider war dem am Nachmittag aber nicht mehr so, denn Nick Heidfeld, der sich als einziger für die Intermediate-Gummis entschieden hatte, war dem Rest des Feldes weit unterlegen. Alles in allem sei es aber ein sehr befriedigendes Ergebnis für Michelin, mit vier der Teams in den Top Ten."

Zufrieden gab man sich auch bei Bridgestone, trotz des Debakels bei Ferrari denn immerhin konnte Ralf Schumacher, der seinen Toyota mit einer knappen Sekunde Rückstand auf Polesitter Jenson Button auf den sechsten Startplatz stellte, sein bestes Qualifying-Ergebnis dieser Saison verzeichnen.

Hisao Suganuma, der Bridgestone-Motorsportmanager sagte: "Da wir am Vormittag feuchte Bedingungen hatten, konnten die Teams ihre Trockenreifen nicht ausreichend testen, wussten aber, für welche sie sich entscheiden würden." Eine feuchte Strecke und gelegentlicher Regen habe das ganze noch weiter erschwert, aber die Mehrheit der Teams hätte auf die normalen Regenreifen gesetzt, die auch gut funktioniert hätten.

Ganz besonders erfreut war Suganuma über Startplatz sechs und zehn der beiden Toyota-Piloten. "Webber hat auch einen guten Job gemacht, Siebter zu werden" meinte der Japaner. "Die beiden Ferrari konnten ihr Potential nicht zeigen da Felipe (Massa) auf seiner fliegenden Runde von der Strecke abgekommen ist und Michael (Schumacher) vom Regen ausgebremst wurde." Normalerweise hätten sonst beide Ferrari in die Top Ten geschafft, man sei aber sehr zuversichtlich für das Rennen. "Im Endeffekt wird es aber vielleicht wieder einmal das Wetter sein, dass das Rennen morgen mitentscheiden wird."