Das frühe Aus der beiden Red Bull Piloten beim Grand Prix von Malaysia hatte doch noch etwas Gutes. Da die Motoren so etwas geschont wurden, konnte man in Australien einige Runden mehr fahren als dies sonst der Fall gewesen wäre. David Coulthard ließ es zwar in der ersten Hälfte der freien Trainings noch etwas langsam angehen und fuhr nur 9 Runden, verdoppelte diese Zahl dann aber am Nachmittag. Nach den Trainings war der Schotte dann mit Platz und 11 und 13 recht zufrieden.

"Wir hatten einen sehr produktiven Tag und konnten es ausnützen, dass wir in Malaysia nur zehn Runden gefahren sind. Daher hat mein Motor noch ein Guthaben von 50 Runden was bedeutet, dass wir heute mehr als normalerweise fahren konnten und auf Tempo kommen falls es morgen regnen sollte."

Teamkollege Christian Klien war weniger fleißig und insgesamt nur 16 Runden. Mit Platz 10 am Morgen und Position 21 am Nachmittag war der Österreicher zwar nicht ganz zufrieden, aber auch nicht unglücklich. Immerhin war er einer derjenigen, die in der zweiten Stunde schon in Richtung Renn-Setup gefahren sind. "Ich bin im ersten Teil des Trainings nur ein Mal rausgefahren. Die Strecke war sehr schmutzig und gab sehr wenig Grip und es haben sich jede Menge Autos rausgedreht," erzählte der Österreicher. "In der zweiten Stunde bin ich zwei Mal mit mehr Benzin gefahren um für Sonntag ein vernünftiges Setup herauszuarbeiten."

Für die Überraschung des Tages sorgte Red Bull Testfahrer Robert Doornbos. Der Holländer war nach der ersten Hälfte des Trainings zweiter auf der Zeitenliste. "Ich mag diese Strecke hier und in einem Formel 1 Auto macht sie wirklich Spaß. Bei uns lief es heute früh wirklich gut. Jeder ist nach dem letzten Ergebnis in Australien sehr positiv und heute früh in den Top Zwei zu starten und sich mit Anthony (Davidson) auf dem ersten Platz abzuwechseln, war wirklich toll," freute er sich. Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, zeigte sich am Nachmittag, den Doornbos nach 32 Runden nur als 20. abschloss.