Ende des Jahres läuft David Coulthards Vertrag mit Red Bull aus, aber der 34-jährige ist davon entfernt, an ein baldiges Karriereende zu denken. Er ist fest entschlossen, seinen Vertrag mit Red Bull noch um mindestens ein weiteres Jahr zu verlängern. Zu BBC Sport sagte der Schotte: "Adrians Autos haben mehr als 100 Grand Prix gewonnen. Wenn man ihm die nötigen Ressourcen und die nötige Unterstützung gibt, dann ist er auch in der Lage, einem ein konkurrenzfähiges Paket hinzustellen."

Newey ist im Januar dieses Jahres zu Red Bull gestoßen und Coulthard ist sich sicher, dass sich sein Team mit der Hilfe des 47-jährigen auch im Laufe dieser Saison noch entscheidend verbessern wird. Schon seit vielen Jahren gilt der Brite als einer der weltweit besten Designer, wenn ich als der Beste überhaupt. Seine ehemaligen Arbeitgeber Williams und McLaren haben dank seiner Hilfe bisher insgesamt sechs Mal die Fahrer- und sieben mal die Konstrukteurs-WM gewonnen.

"Meine Motivation ist, 2007 in einem Red Bull zu sitzen, der unter Adrians Einfluss gebaut wurde. Natürlich beruht der Erfolg der Teams, für die Adrian gearbeitet hat, nicht allein auf ihm," gab Coulthard zu. "Das Design der Autos wurde von ihm geleitet. Aber es war nicht er alleine. Auch er brauchte sein Team, das mit ihm zusammenarbeitete. Ganz sicher erwarte ich aber, dass es jetzt Veränderungen gibt. Bei dem Aufwand ist das logisch."

David Coulthard geht davon aus, dass man schon in ein paar Monaten eine entscheidende Verbesserung bei Red Bull wird sehen können. "Innerhalb von ein paar Monaten sollte man den Einfluss schon spüren können," sagte er. "Ganz sicher wird aber nächstes Jahr der große Schritt zu erwarten sein, da dann das gesamte Paket von ihm sein wird."

David Coulthard, der schon bei Williams und bei McLaren in Autos saß, die von Newey entworfen worden waren, war nicht unerheblich daran beteiligt, dass Newey letztes Jahr den Entschluss fasste, McLaren zu verlassen und Richtung Red Bull zu ziehen. Daneben spielte, DC zufolge auch Teamchef Christian Horner eine wichtige Rolle, den Stardesigner für sein Team zu verpflichten. "Ihm ist es zum großen Teil zu verdanken, dass wir Adrian zu einem so frühen Zeitpunkt in der Geschichte des Teams, überzeugen konnten, den Schritt zu wagen."

Über die Möglichkeit, dass die Fahrer künftig wohl Schlange stehen werden um mit einem Auto von Adrian Newey zu fahren, zerbricht Coulthard sich jedoch nicht den Kopf. "Es macht keinen Sinn, dass ich mir über Dinge Gedanken mache, die außerhalb meiner Kontrolle liegen. Ich kann andere Fahrer nicht kontrollieren. Ich kann nur meine eigenen Wünsche und Motivation kontrollieren und versuchen, meinen Job so gut wie möglich zu machen." Andere Fahrer, die gerne seinen Platz hätten sind für David Coulthard nichts Neues. "In meiner ganzen Karriere gab es immer jemand, der mein Cockpit haben wollte, wahrscheinlich am meisten bei McLaren: Das könnte sich aber ändern, wenn sich die Dinge so entwickeln wie wir hoffen. Das ist aber einfach ein Teil des Geschäfts.