Die Bestzeit im 1. Freien Training der Formel 1 zum US GP in Austin geht an Charles Leclerc – und das, obwohl der Ferrari-Pilot den Circuit of the Americas nicht am schnellsten umrundete. Die inoffizielle Bestzeit fuhr Max Verstappen mit 1:35,860 Minuten, allerdings hatte er dabei die Strecke in Kurve 19 mit allen vier Reifen verlassen.
Leclercs Zeit war knapp zwei Zehntelsekunden langsamer, der Ferrari-Pilot blieb dabei aber stets vollständig auf dem 5,513 Kilometer langen Asphaltband. Nachdem die Bodenwellen am Donnerstag das beherrschende Thema im Fahrerkollegium waren, ging es im Training vor allem um Tracklimits. Unzählige Rundenzeiten wurden von der Rennleitung annulliert. Zusätzliche blaue Linien helfen in diesem Jahr dabei, die Vergehen besser sichtbar zu machen.
Was es mit den Beschwerden über die Bodenwellen auf sich hat und vor allem, woher die schlechte Asphaltdecke in Austin kommt, erklärt euch Christian im Video:
Nach dem Training wurde auf den Inlaps die neue FIA-Software getestet. Damit will man ein Regen-Debakel wie in Malaysia verhindern. Offensichtliche Auffälligkeiten gab es dabei nicht.
Das Ergebnis: Nachdem die Reifenwahl im ersten Teil des Trainings noch unterschiedlich ausfiel (Ferrari und McLaren setzten auf Medium, Red Bull und Mercedes auf Hard), setzte das Feld in der zweiten Trainingshälfte mit Ausnahme von Williams unisono auf Soft. Darauf war Charles Leclerc in der offiziellen Wertung knapp eine Zehntel schneller als Max Verstappen.
Weltmeister Lando Norris landete mit einer Viertelsekunde Rückstand auf Rang drei und ließ damit das Mercedes-Duo George Russell und Kimi Antonelli hinter sich. Lewis Hamilton wurde im zweiten Ferrari Sechster, Oscar Piastri im zweiten McLaren Siebter. Überraschend stark war Gabriel Bortoleto auf Platz acht unterwegs. Arvid Lindblad und Liam Lawson komplettierten die Top-10.
Für eine kleine Überraschung sorgte auch Aston Martin: Fernando Alonso beendete das Training auf Rang zwölf direkt vor seinem Teamkollegen Lance Stroll. Nico Hülkenberg sortierte sich auf Platz 18 ein.
Die Zwischenfälle: Das Ergebnis wurde von zahlreichen Tracklimit-Vergehen verfälscht. So landete Isack Hadjar zum Beispiel nur auf Platz 14 weil ihm seine zwei schnellsten Runden gestrichen wurden. Sonst hätte er sich noch vor Kimi Antonelli auf Rang fünf einsortiert. Sonst verlief das Training weitestgehend ruhig.
Die Technik: Zum Auftakt des vorletzten Tripleheaders brachten einige Teams noch größere Updates. Die Augen waren vor allem auf Ferrari gerichtet. Die Scuderia vervollständigte das Madrid-Update mit einem neuen Unterboden, Anpassungen an den Floorboards und überarbeiteten Seitenkästen. Beide Piloten fuhren im 1. Training mit dem Update.
Auch Red Bull (Bremsbelüftung und Frontflügel) und McLaren (Bremsbelüftungen und Diffusor) haben kleinere Neuigkeiten dabei, bei den Top-Teams fährt nur Mercedes ohne Update. Allerdings haben die Silberpfeile den in Singapur nur kurz getesteten Frontflügel nun richtig im Einsatz.
Im Mittelfeld haben die Racing Bulls ein größeres Paket dabei, bei Alpine und Audigibt es Kleinigkeiten. Die Ingolstädter testeten die neue Spezifikation im 1. Training nur am Auto von Gabriel Bortoleto.
Für den Brasilianer gab es aber schlechte Nachrichten: Wegen neuer Motorkomponenten muss er das Rennen vom Ende der Startaufstellung aufnehmen. Arvid Lindblad (+5) und Franco Colapinto (+10) bekommen ebenfalls Startplatzstrafen.
Das Wetter: Perfekte Bedingungen zum Auftakt des US GP. Unter strahlend blauem Himmel wurden im Schatten 28 Grad Celsius gemessen, auf dem Asphalt 42 Grad. Das restliche Wochenende werden ähnliche Bedingungen erwartet, am Rennsonntag könnten sich ein paar Wolken zwischen Sonne und Asphalt schieben.



diese Formel 1 Nachricht