Auch das 2. Freie Training der Formel 1 in Österreich ging bei anhaltender Sommerhitze jenseits der 30 Grad Luft- und nahezu 50 Grad Asphalttemperatur über die Bühne. Niemand blieb dabei so cool wie WM-Leader Kimi Antonelli, der vor allem seinen direkten Rivalen in der Weltmeisterschaft in Spielberg am Freitag brutal abhängte.
Das Ergebnis: Antonelli unternahm auf dem Soft-Reifen zwei Anläufe. Auf dem ersten war er nur knapp schneller als die beiden McLaren. Nach Cooldown-Runden legte er auf dem alten Reifen noch einmal nach, und zwar so richtig. Mit 1:07,014 gab er Oscar Piastri über zwei, Lando Norris über drei Zehntel mit.
Piastri und Norris konnten auf ihren zweiten Runden nicht mehr nachlegen, waren aber trotzdem die einzigen, die immerhin ansatzweise mit Antonelli mithalten konnten. Der Rest lag trotz der sehr kurzen Strecke über eine halbe Sekunde zurück. Angefangen bei Max Verstappen im geupdateten Red Bull. Obwohl er und Isack Hadjar sich das ganze Training in Kurve 3 über plötzliches Abfallen der Drehzahl beklagten.
Verstappen blieb trotzdem vor Lewis Hamilton im ersten Ferrari. Nur Platz sechs wurde es für George Russell, der an keinem Punkt auch nur ansatzweise mit Antonelli mithalten konnte und 0,623 Sekunden Rückstand aufriss. Hadjar und Charles Leclerc lagen noch weiter hinten. Liam Lawson führte ein sehr enges Mittelfeld an. Racing Bulls, Audi, Alpine und Haas lagen innerhalb von fünf Zehnteln.
Probleme bei Russell, Desaster-Trainings für Cadillac gehen weiter
Die Zwischenfälle: Die ersten zehn Minuten starteten mit einer Serie an technischen Gebrechen. Arvid Lindblads Auto musste nach Arbeiten am Hybrid-System in der Pause erst wieder zusammengebaut werden. Auch George Russells Mercedes stand zu Beginn noch aufgebockt in Einzelteilen in der Garage. Beide kamen mit gut einer Viertelstunde Verzögerung auf die Strecke.
Nach nur drei Minuten rollte Alex Albon außerdem ohne Leistung zurück an die Williams-Box. Max Verstappen forderte nach fünf Runden einen Sitztausch ein. Probleme hatten auch beide Cadillacs. Valtteri Bottas stieß mit seinem Knie irgendwo an. Schlimmer aber Sergio Perez, der wie schon in FP1 mit dem gleichen Defekt schließlich ausrollte und für zehn Minuten VSC sorgte. Obwohl das Team in der Pause das Steuergerät getauscht hatte.
Cadillacs Problem-Freitag ging kurz vor Halbzeit weiter, als Bottas plötzlich Rauch im Cockpit meldete. Entweder schien der Unterboden vorne abgesackt, oder es hatte sich dort etwas verklemmt. Bottas schleppte sich langsam an die Box, wo die Mechaniker länger brauchten, um den kleinen Schwelbrand am angekokelten Unterboden endlich zu löschen.
Lando Norris gab in den ersten Minuten auf Medium den Ton an, legte dabei aber auch in der Haarnadel in Kurve 3 einen eigenartigen Dreher hin, als er am Scheitelpunkt ansatzlos das Heck verlor und holprig über den Wurst-Kerb am Ausgang in die Auslaufzone rutschte. Er konnte zum Glück weiterfahren. Auf den Longruns unternahm Norris wie auch Hamilton und Verstappen unter anderem kleinere Ausritte.
Antonellis Pace kam zum Trotz, dass ein Teil von Mercedes' letztem Unterboden-Update ab Österreich als nicht zulässig erklärt wurde. Die Details dazu, sowie alle anderen Technik-News aus Spielberg, gibt es im folgenden Artikel:



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