Die Formel 1-Piloten stehen vor einer großen Herausforderung - einer nach dem anderen macht zurzeit die Bekanntschaft mit den neuen Fahrzeugen der Generation 2006. Und dabei geht es nicht nur um die rund 20 Prozent an Leistungsverlust, welche der Einsatz der neuen 2,4 Liter-Achtzylindermotoren nach sich zieht. Es geht um einen neuen Fahrstil - das erkennen mittlerweile nicht wenige der Formel 1-Fahrer.
David Coulthard fährt seit mehr als einem Jahrzehnt regelmäßig Formel 1-Boliden - gestern Dienstag konnte der Schotte erste echte Eindrücke mit seinem neuen Red Bull-Ferrari RB2 einholen. Er schilderte gegenüber Autosport: "Der Wagen ist definitiv anders zu fahren, er hat Power verloren. Wir haben die selbe Haftung, aber um rund zwanzig Prozent weniger Power - im Endeffekt führt das zu einer besseren Fahrzeug-Balance. Als wir noch mehr Power hatten, waren die Autos im Verhältnis zum Grip weniger ausbalanciert."
Weltmeisterschaft im Anpassen?
Coulthard fügte hinzu: "Ob das Fahrzeugverhalten nun freundlicher ist? Ich denke, dass wir früher in den Kurven niemals Vollgas fahren konnten, doch das können wir jetzt tun. Aber ist es dadurch leichter geworden, eine schnelle Runde zu fahren? Nun, ich denke, eine schnelle Runde zu fahren ist immer noch schwierig - aber wir müssen uns nun einem neuen Fahrstil gegenüber anpassen."
Den Worten von David Coulthard zufolge erleben wir zurzeit eine Art von "Weltmeisterschaft im Anpassen". Denn: "Die V8-Motoren sind nur ein Teil von einer Vielzahl von Änderungen, die wir gerade erleben. Man kann sagen, dass wir gerade eine etwas chaotische Übergangsphase erleben - und so lange man sich nicht daran gewöhnt hat, ist es wenig komfortabel. Wie auch immer - wir erleben derzeit andauernd Neuerungen weil sich das Reglement ständig ändert. Im nächsten Jahr haben wir nur noch einen Reifenhersteller, danach wechseln wir zu den rillenlosen Slicks. Es geht derzeit nur darum, wer sich am schnellsten an die neuen Gegebenheiten gewöhnen kann."

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