Pünktlich zum 700. Grand-Prix-Jubiläum hat es McLaren-Mercedes geschafft, als erstes Team in der diesjährigen Saison Red Bull im Qualifying zu schlagen. "Es ist eine kleine Erleichterung die Pole zu haben, weil unsere letzte schon eine Weile her ist", so McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. In der Vergangenheit habe sein Team einige Poles knapp verpasst, deshalb freue er sich sehr, dass es geklappt hat.
Allerdings weiß Whitmarsh auch, dass die Ernte noch nicht eingefahren ist: "Wir wollen das Rennen gewinnen und nicht bloß die Pole holen. Wir haben viel Arbeit vor uns und müssen morgen die Reifen schonen." Problematisch sei vor diesem Hintergrund die Tatsache, dass in den Freien Trainings wegen des Wetters nicht so viel für das Rennen gearbeitet werden konnte wie üblich.
Großen Respekt zollt der Engländer auch Sebastian Vettel: "Er hat keinen Druck mehr und macht einen super Job. Er ist sehr locker und schwer zu schlagen." Dennoch wolle sein Team ihn wie schon in Suzuka schlagen. Auf die Frage, ob er wegen des Abkürzens der Strecke von Vettel einschreiten werde, antwortet Whitmarsh: "Es geht nicht darum, etwas dazu zu sagen. Wir machen unsere Arbeit."
"Heute morgen war die Strecke noch sehr grün und wir mussten das Setup für Qualifying und Rennen herausarbeiten. Wir haben nicht die Daten, die wir normalerweise für ein Rennen haben", macht sich der 53-jährige leichte Sorgen. Dennoch freut er sich vor allem für den zuletzt heftig kritisierten Lewis Hamilton: "Ich denke, Lewis wird ein kleines Lächeln im Gesicht haben, aber es wird sicher noch größer, wenn er morgen gewinnt."

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