Lotus ist eines der 'neuen' Teams, und mit Sicherheit das bisher erfolgreichste. Das stellte Heikki Kovalainen in Barcelona wieder unter Beweis, als er sich für Q2 qualifizierte und sogar die beiden Force India hinter sich ließ, was den Finnen sehr freute. "Das ist natürlich ein großartiger Tag für das Team Lotus und ich möchte jedem hier danken", freute er sich über seine Startposition 15. "Für den Moment ist das ein gutes Gefühl und es bringt uns in eine gute Position für das morgige Rennen."

Am Anfang des Wochenendes war der Lotus-Pilot allerdings nicht so mit seinem Arbeitsgerät zufrieden, was sich zum Samstag änderte. "Mit den Arbeiten, die wir über Nacht am FP3 I erledigt haben, kann ich fühlen, dass wir eine deutlich bessere Balance in den Hochgeschwindigkeits-Kurven gefunden haben", freute sich Kovalainen. Dieses gute Ergebnis soll aber nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten. "Von diesem Auto ist noch eine Menge zu erwarten", blickte der Finne in die Zukunft.

Auch Teamchef Tony Fernandes war außer sich vor Freude über das Ergebnis. "Ich bin so begeistert, es ist beinahe unglaublich", jubelte er. "Heikki hat eine fantastische Runde gefahren." Auch Teamkollege Jarno Trulli freute sich. "Das ist ein großer Erfolg für das Team und ein Zeichen dafür, was noch kommen wird."

Jarno Trulli konnte sich im letzten Moment auf Platz 18 schieben, Foto: Sutton
Jarno Trulli konnte sich im letzten Moment auf Platz 18 schieben, Foto: Sutton

In letzter Sekunde

Natürlich wäre lieber er der Pilot gewesen, der das Team ins Q2 geführt hätte, aber der Italiener wurde von einem Elektronikproblem ausgebremst und landete auf Platz 18. "Ich bin im zweiten Gang festgesteckt, als ich für meinen ersten Run auf die Strecke gefahren bin", erklärte Trulli. Allerdings gelang es dem Team das Lenkrad zu wechseln und ihn im letzten Moment nochmals auf die Strecke zu schicken. "Ich habe es geschafft, wirklich in den letzten paar Sekunden eine Runde anzufangen, die mich vor Rubens [Barrichello] gebracht hat", freute sich der Lotus-Pilot. "Mit der Geschwindigkeit, die wir bei Renn-Bedingungen im Auto haben, werden wir, denke ich, einen guten Nachmittag verleben", dachte er bereits ans Rennen.