Formel 1

Im Rennen herausragend - Sauber von Perez tief beeindruckt

Peter Sauber sieht trotz der Disqualifikation von Melbourne auch die positiven Aspekte des Saisonstarts - von Rookie Sergio Perez war er äußerst beeindruckt.
von Frederik Hackbarth

Motorsport-Magazin.com - Obwohl die Sauber-Truppe ihre Punkte nach dem Saisonauftakt im australischen Melbourne wieder hergeben mussten, weil die FIA ihre Heckflügel als illegal einstufte, verlor Teamchef Peter Sauber bei aller Frustration nicht die positiven Aspekte aus den Augen. Besonders die Leistung seiner Piloten freute den Schweizer. Debütant Sergio Perez belegte im Albert Park ursprünglich den siebten Platz, Teamkollege Kamui Kobayashi kam auf Platz acht ins Ziel. Die Freude über das Ergebnis im Team war groß, ehe die Kommissare Sauber die zehn gewonnenen WM-Zähler wieder aberkannte.

Sergio Perez war im Rennen der einzige Pilot gewesen, der es schaffte den Grand Prix mit einer Ein-Stopp-Strategie zu bestreiten. Das beeindruckte seinen Teamchef ganz besonders. "Ja, ich bin überrascht. Mein erster Eindruck war in Ordnung, weil wir ihn letztes Jahr bereits in der GP2 beobachtet haben, wo er gute Arbeit leistete und auch während der diesjährigen Wintertests waren wir zufrieden mit ihm. Aber in diesem Rennen war er herausragend", freute sich Peter Sauber. "35 Runden mit gebrauchten weichen Reifen - das ist unglaublich", so der Schweizer beeindruckt.

Die Ein-Stopp-Strategie war eigentlich nie eine Option.
Peter Sauber

Der Teamchef gab auch zu, dass das Team vor dem Rennen eigentlich keine Ein-Stopp-Strategie geplant hatte, da man nicht glaubte, dass die Reifen mitspielen würden. "Es war eigentlich nie eine Option - für uns war absolut klar, dass wir einen zweiten oder dritten Stopp einlegen müssten und wir haben nach einem Zeitfenster dafür gesucht. Doch dann waren die Zeiten wirklich gut und nach etwa 40 Runden war uns klar, dass es vielleicht möglich sei. Der Renningenieur hat dann mit Sergio gesprochen und er sagte uns, dass es eventuell wirklich möglich sei, bis zum Ende durch zu fahren", erklärte Sauber.

Diese fahrerische Leistung beeindruckte auch Sauber-Technikdirektor James Key. "Wirklich ganz hervorragend für einen Neuling bei seinem ersten Rennen. Wir wussten natürlich, dass er schnell war", so Key. "Aber dann wirklich 38 Runden auf der weichen Komponente unterwegs zu sein - daran hat niemand geglaubt. Das war herausragend", meinte der Technikdirektor.


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