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Formel 3 EM / Rennbericht

Start-Ziel-Sieg für Grosjean - Rennen 1, Zandvoort

Doppelsieg für ASM: Im Formationsflug holten sich Grosjean und Kobayashi die Plätze 1 und 2.
von Stephan Heublein & Fabian Schneider

Motorsport-Magazin.com - Früher war Zandvoort für das Formel 3 Masters berühmt, in diesem Jahr wird hier nur regulär in der Formel 3 EuroSerie gefahren. Über die Vergabe des Sieges wurde direkt am Start entschieden. Vorne fuhr Romain Grosjean ungefährdet als Erster in die erste Kurve. Dahinter kam es zum Duell Buemi gegen Kobayashi, der zweimal in Richtung der Schweizers zuckte und damit für Verärgerung bei dessen Teamchef Peter Mücke sorgte.

Die Rennleitung bedachte den Japaner später mit der schwarz-weißen Flagge, sprich einer Verwarnung. Eine Strafe war das für ihn nicht. Denn er konnte sich im Zweikampf in der ersten Kurve durchsetzen, von 4 auf 2 vorfahren und sich danach auf die Verfolgung von Grosjean machen. Buemi fuhr dahinter ein relativ einsames Rennen auf Platz 3. Ihm fehlte die Pace der führenden ASM-Piloten.

Was bei Buemi und Kobayashi glimpflich endete, klappte bei Clos und Piscopo nicht. Nachdem Clos durch das Kiesbett gerodelt war, stach er mitten ins Feld zurück und kollidierte dort mit dem Auto von Piscopo. Für beide war das Rennen danach beendet.

Nico Hülkenberg bekam hingegen die Zielflagge zu Gesicht. Zuvor sah er jedoch rundenlang den Heckflügel von Mailleux, den er Runde für Runde jagte, mehrmals attackierte, aber einfach keinen Weg vorbei fand. "Es war nicht so einfach, Nico hinter mir zu halten", verriet uns Mailleux. "Mein Auto war nicht so gut, ich hatte Untersteuern in der letzten Kurve, aber ich konnte ihn abwehren. Es ist eben sehr schwierig, mit diesen Autos zu überholen."

Somit musste sich Hülkenberg hinter Grosjean, Kobayashi, Buemi, Clairay und Mailleux mit Platz 6 zufrieden geben. Dafür sind seine Chancen für das 2. Rennen gestiegen: Er startet am Sonntag aus der zweiten Reihe. Dann muss sich Mailleux hinter ihm einreihen. "Ich werde versuchen, ihn zu überholen, aber alles hängt vom Start ab. Es wird schwierig, vielleicht muss ich auf einen Fehler von ihm warten."

Für Tim Sandtler lief das Rennen alles andere als nach Plan. "Irgendeines der Signature-Autos hat versucht, mich am Start abzudrängen, dabei hat es meine Spurstange getroffen - sie war total krumm", klagte er uns sein Leid. "Dann ging nichts mehr. Das Auto hat untersteuert. Je mehr Runden ich gefahren bin, desto mehr haben die Reifen abgebaut."


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