Formel 3 EM

Mick Schumacher am ersten Testtag der Formel 3 EM in Spielberg im Mittelfeld

Während seine Prema-Teamkollegen auf dem Red Bull Ring das Kommando übernahmen, landete Mick Schumacher beim vorletzten Testtag vor dem Auftakt im Mittelfeld.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 3 Europameisterschaft gastiert dieser Tage in Österreich, um den letzten offiziellen Test vor dem Saisonstart vom 14. Bis 16. April in Silverstone zu absolvieren. Am ersten der zwei Testtage dominierte das Meisterteam von Prema das Geschehen auf dem Red Bull Ring. Mit Callum Ilott und Maximilian Günther landeten gleich zwei Piloten des italienischen Rennstalls an der Spitze, während sich ihr Rookie-Teamkollege Mick Schumacher zunächst mit einem Platz außerhalb der Top-10 zufrieden geben musste. Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher ist noch damit beschäftigt, sich in der Formel 3 zurechtzufinden.

Ich kenne das Team sehr gut. Von daher war es für mich ein logischer Schritt.
Mick Schumacher

"Das Vertrauen ins Auto aufzubauen, dass man wirklich so schnell um die Ecken fahren kann", erklärte er die größte Herausforderung beim Umstieg von der Formel 4 in die Formel 3. Dass er für den Aufstieg in die nächsthöhere Formelklasse seinem Team aus der vergangenen Saison treugeblieben ist, ist ihm dabei eine große Hilfe: "Es war für mich gut. Ich kenne das Team sehr gut. Von daher war es für mich ein logischer Schritt. Sie sind extrem professionell und haben viele Jahre hintereinander gewonnen. Daher war es für mich der perfekte Weg."

Während seine Teamkollegen Callum Illot und Maximilian Günther den Testtag auf den Rängen eins und zwei beendeten, landete Schumacher mit 0,683 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit auf Rang 13. Von seinem erfahrenen deutschen Teamkollegen, der letztes Jahr gegen F1-Rookie Lance Stroll um den Titel in der Formel 3 EM kämpfte, will er noch einiges lernen: "Wir haben ein gutes Team mit sehr vielen erfahrenen Fahrern. Ich bin der einzige Rookie in diesem Team. Maxi ist Vize gewesen letztes Jahr, von daher kann ich mir einiges abschauen von ihm."

Mick Schumacher testet sein neues F3-Auto: (03:28 Min.)

Schumacher ein Fahrer wie jeder andere

Im 20-köpfigen Starterfeld der Saison 2017 geht Schumacher als einer von fünf Debütanten ins Rennen. Am ersten Testtag in Österreich landeten drei der anderen Neulinge vor ihm, womit er zumindest für den Moment hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. "Ich möchte mich als Fahrer weiterentwickeln, viel lernen und hoffentlich auch in der Rookie-Wertung vorne dabei sein", so Schumachers Zielsetzung. Ob Rookie oder nicht, Mick ist als Sohn von F1-Legende Michael Schumacher zweifelsohne der Hauptdarsteller der kommenden Saison, auch wenn es für ihn in erster Linie ein Lehrjahr sein wird.

Die fahren 100 Prozent und wir fahren auch 100 Prozent.
Mick Schumacher

Eine härtere Gangart der Konkurrenz erwartet er wegen seines prominenten Namens jedoch nicht. "Ich glaube nicht. Wir sind Fahrer wie alle anderen. Die fahren 100 Prozent und wir fahren auch 100 Prozent. Von daher würde es mich nicht wirklich kümmern, wer da jetzt gerade fährt. Hauptsache, ich komme dran vorbei und bin vorne weg", so der 18-Jährige.

Hohes Niveau in der Formel 3 EM 2017

Die Pre-Season-Tests zeigten bereits das in diesem Jahr außerordentlich hohe Niveau in der Formel 3 Europameisterschaft, an dem sich Schumacher messen muss. Die Bestzeit schnappte sich mit Callum Ilott ein ehemaliger Red-Bull-Förderpilot, der die Doppelführung für Prema perfekt machte. Hinter ihm und Günther landete mit Lando Norris eine der größten britischen Nachwuchshoffnungen und gleichzeitig ein Pilot aus McLarens Nachwuchsprogramm auf dem dritten Platz.

Maxi ist Vize gewesen letztes Jahr, von daher kann ich mir einiges abschauen von ihm.
Mick Schumacher

Direkt dahinter reihte sich das dritte der vier von Prema eingesetzten Autos ein, mit dem chinesischen Ferrari-Academy-Piloten Guan Yu Zhou hinter dem Steuer. Der Österreicher Ferdinand Habsburg belegte Rang sechs, während Harrison Newey, seines Zeichens Sohn von Formel-1-Ingenieur Adrian Newey, mit Position neun ebenfalls den Sprung in die Top-10 schaffte. Mit Pedro Piquet, Sohn der brasilianischen F1-Legende Nelson Piquet, landete ein weiterer weltberühmter Name auf Platz elf knapp außerhalb der Top-10.

Zwischen ihm und Mick Schumacher reihte sich auf Platz zwölf mit David Beckmann ein weiterer deutscher Pilot ein. Force-India-Entwicklungsfahrer Nikita Mazepin, der vergangenes Jahr in Silverstone schon einmal im F1-Boliden testen durfte, wurde 14. Das Schlusslicht auf dem 19. Platz bildete mit Keyvan Andres Soori der vierte und letzte deutsche Starter im Feld.

Formel-3-Testfahrten Spielberg, Ergebnisse Tag eins

1. Callum Ilott, Prema Powerteam, 1:23.304 Minuten
2. Maximilian Günther, Prema Powerteam, +0.155
3. Lando Norris, Carlin, +0.222
4. Guan Yu Zhou, Prema Powerteam, +0.275
5. Jehan Daruvala, Carlin, +0.412
6. Joel Eriksson, Motopark, +0.424
7. Ferdinand Habsburg, Carlin, +0.459
8. Marino Sato, Motopark, +0.463
9. Harrison Newey, Van Amersfoort Racing, +0.469
10. Jake Dennis, Carlin, +0.506


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