eSports

Virtuelle Ersatzwelt - Blog - Der Traum vom Rennfahrer

Um Rennfahrer zu sein braucht man keine Sponsoren. Ein Computer, das passende Eingabegerät und ein Internetanschluss reichen heute schon aus.
von Fabian Schneider
Auch online geht es zur Sache - Foto: VR/Muddemann

Wer von uns träumt nicht davon, einmal selbst Rennfahrer zu sein und am Steuer eines PS-starken Monsters auf einer der Strecken dieser Welt zu sitzen? Den wenigsten von uns wird dieser Wunsch jemals erfüllt, also muss man sich nach anderen Optionen umschauen. Für manche sind regelmäßige Rennstreckenbesuche zur Gewohnheit geworden, andere sitzen jedes Wochenende gespannt vor dem Fernseher und verfolgen alle möglichen Serien.

Mich hat es als Motorsport-Redakteur nicht gerade schlecht getroffen - aber das reicht mir nicht. In meiner Freizeit klemme ich mich regelmäßig selbst ins Cockpit und tauche in die virtuelle Welt ein. Mit der passenden Hardware kein Problem - doch Schalensitz, Lenkradumbau und digitale Schaltanzeige haben schon eine Menge Geld verschlungen. Mit Summen, die im realen Rennsport den Besitzer wechseln, ist das natürlich nicht zu vergleichen - aber dafür kann mir auch nichts passieren.

Pokale sammeln kann man übrigens auch. Ambitionierte Hobbyfahrer sollten sich nach Ligen für ihr Lieblingsrennspiel umschauen - beinahe zu jeder Simulation finden sich Meisterschaften im Internet, die professionell und spektakulär umgesetzt werden. Meine Entscheidung fiel vor Jahren auf Live for Speed und den Verein Virtual Racing - mittlerweile sammelt sich immer mehr Goldschmuck in der Vitrine an.

Mit dem passenden Talent bleibt man von Erfolgserlebnissen nicht verschont. Gerne erinnere ich mich an die Duelle mit Chris van der Drift und Andy Soucek zurück, die im Simulator keine Chance hatten. Vielleicht war ich etwas bevorteilt, da mein Lieblingsbolide gefahren wurde, aber dafür sind sie ja auch Rennfahrer und ich nicht. Das gleiche Schicksal ereilte schon einige andere Kollegen, die sich ebenfalls als sehr ehrgeizig herausstellten.

Am Mittwoch steht mein ganz persönlicher Saisonabschluss an. Vollgepackt mit Handicapgewichten muss ich mich noch einmal beim Finale der LFS Masters beweisen und versuchen, trotz der schlechten Ausgangslage ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Übertragen wird das ganze per Internetstream und Live-Kommentar, vorbeischauen lohnt sich also. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich schon bald in der virtuellen Welt...


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