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All-Star ESports Series: Barrichello siegt bei Legendenrennen

Kevin Siggy siegt bei der vierten Ausgabe der ESports Series. Jan Magnussen und Rubens Barrichello sind bei dem Legendenrennen erfolgreich.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Die vierte Ausgabe des All-Star-Events fand am Samstagabend statt. Bei den letzten drei Austragungen ging der Sieg jeweils an Sim-Piloten. Allerdings war es immer ein harter Kampf, bisher gelangen noch keinem Simracer zwei Siege bei dem Event. Die erste Ausgabe ging an Jernej Simoncic, in Indianapolis siegte Rudy Van Buren und letzte Woche war auf der Kurzanbindung in Silverstone Bono Huis erfolgreich.

Diese Serie hält auch weiter an. Denn Kevin Siggy setzte sich an diesem Wochenende durch. Siggy hatte schon an allen bisherigen Events teilgenommen, doch ganz oben stand er vorher noch nie.

Das Event-Format für die Pro-Rennen wurde für diese Woche unverändert gelassen. Das Rennen fand auf dem NOLA Motorsports Park statt. Die Strecke ist ziemlich unbekannt. Ihr einziges großes Event war die Austragung eines IndyCar-Rennens im Jahr 2015, ein Rennen das im Regen unterging und von zahlreichen Safety-Car-Phasen geprägt war.

Starterliste

Line-Up Gruppe 1

Andrea Pizzitola Devlin DeFrancesco Jack Aitken
James Hedley Maxime Martin Neel Jani
Stefan Fielding Antonio Felix da Costa Esteban Gutierrez
Jack Doohan Jonny Adam Michael Benyahia
Roman Billnski Bradley Smith Harry Tincknell
James Davison Juan Manuel Correa Mike Epps
Sean Gelael Wolfgang Reip

Line-Up Gruppe 2

Abbie Eaton Billy Monger Gabby Chaves
Job van Uitert Matt Griffin Sebastian Priaulx
Stoffel Vandoorne Archie Hamilton Charlie Eastwood
Harrison Newey Lachlan DeFrancesco Rudy Van Buren
Miguel Molina Ayla Agren Ed Jones
James Calado Luca Ghiotto Sebastian Montoya
Stefan Wilson Tristan Vautier

Line-Up Gruppe 3

Bono Huis Kamil Pawlowski Joni Törmälä
Dennis Jordan Manuel Biancolilla Kevin Ryan
Dominik Blajer Erhan Jajovski Kevin Siggy
Yuri Kasdorp Nikodem Wisniewski Maximilian Benecke
Jernej Simoncic Jimi Nisula Michi Hoyer
Joonas Raivio David Greco Nuno Pinto
Peter Brljak Kuba Brezinski

Gruppe 1: Gutierrez und Correa qualifizieren sich für das Finale

Neel Jani startete das Rennen von der Pole Position, ihm folgten Wolfgang Reip, Mike Epps, Esteban Gutierrez und Harry Tincknell.

Jani verlor seine Führung schon in Kurve 1 an Mike Epps. Während der Brite vorne wegzog, musste sich Jani auch noch gegen Gutierrez geschlagen geben. Da sich die Top-5 direkt für das Finale qualifizieren, verteidigte der Schweizer nicht besonders hart. Dahinter nutzten einige Piloten die überholfreundliche Wagen/Strecken-Kombination zu ihrem Vorteil. Wolfgang Reip duellierte sich über mehrere Runden mit Bradley Smith um den vierten Rang. Juan Manuel Correa, der nach seiner schweren Beinverletzung nur mit seinem linken Fuß beide Pedale bediente, kämpfte sich vom Ende des Feldes bis auf die sechste Position nach vorne.

Nachdem in der vorletzten Runde Smith und Reip aneinandergerieten, rückte der Amerikaner auf die vierte Position nach vorne. Es blieben Sean Gelael und Wolfgang Reip im Duell um Rang 5. Reip überholte zwar den indonesischen F2-Piloten in Kurve 10 auf der letzten Runde, wurde allerdings aus der letzten Kurve heraus ausgekontert und unterlag in Gelael in einem Sprint zur Ziellinie. Damit qualifizierten sich Rennsieger Mike Epps, Esteban Gutierrez, Neel Jani, Juan Manuel Correa und Sean Gelael für das Finale.

Gruppe 2: Van Buren gewinnt, Vandoorne auf P2

Rudy Van Buren dominierte das Qualifying mit über 0,6 Sekunden Vorsprung. Dahinter folgten Stoffel Vandoorne, Ed Jones, Charlie Eastwood und Luca Ghiotto.

Das zweite Rennen blieb lange ziemlich ruhig. Rudy Van Buren hielt die Konkurrenz vom Start weg auf Distanz und auch Vandoorne und Jones auf 2 und 3 hatten ausreichend Abstand nach hinten. Dahinter lag Gabby Chaves, der allerdings im Zweikampf Charlie Eastwood unterlag und dann von Job Van Uitert und Sebastian Montoya durchgereicht wurde. In den letzten zwei Runden überschlugen sich die Ereignisse. Chaves versuchte Montoya zu überholen verlor aber dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und crashte. Zwei Kurven später blockte Sebastian Montoya Archie Hamilton spät und die beiden schossen sich in der Folge ab.

Zeitgleich schied Ed Jones plötzlich aus der Session aus, was vermutlich an einem Verbindungsfehler lag. Dadurch rückte aus dem Nirgendwo plötzlich Tristan Vautier auf die fünfte Position. Rudy Van Buren wurde als Rennsieger abgewinkt, hinter ihm folgten Stoffel Vandoorne, Charlie Eastwood, Job Van Uitert und Tristan Vautier in das Finale.

Gruppe 3: Huis auf P1, Max Benecke nach Kollision raus

Beim Rennen der SimRacer ging es besonders eng zu. Siggy klassifzierte sich mit lediglich 0,02 Sekunden vor Jajovski auf Platz 1. Dahinter folgten Bono Huis, David Greco und Jernej Simoncic in den Top-5.

Doch es war Silverstone-Sieger Bono Huis, der sich am Start von P3 aus durchsetzte, Siggy und Jajovski folgten dahinter. David Greco eliminierte sich schon in der ersten Runde aus dem Rennen. Jernej Simoncic und Nikodem Wisniewski machten deshalb Positionen gut. Bereits auf der zweiten Runde eskalierte der Kampf um die fünfte Position. Max Benecke drückte sich mit der Brechstange an Wisniewski vorbei, der sich dann verusuchte für das aggessive Manöver zu revanchieren und es kam zur Berührung. Beide drehten sich und flogen aus dem Kampf um die Top 5. Joonas Raivio rutschte auf die fünfte Position.

Durch diesen Kampf hatten sich die ersten vier vom Rest des Feldes gelöst. Siggy schloss auf den letzten zwei Runden zu Bono Huis auf. Der Slowene startete zwar auf der letzten Runde die Attacke. Im Gegensatz zum Kampf von Benecke und Wisniwski ließen sich die beiden Piloten aber genügend Platz. Huis hielt die Führung und brachte den Sieg nach Hause. Platz 3 belegtee Jernej Simoncic, Jejovski platizerte sich auf P4. Raivio rachte in einem Zielsprint gegen Nisiula Rang 5 und somit die letzte Qualifikationsposition für das Finale über die Linie.

Last Chance Race: Jones qualifiziert sich mit Verspätung

Im Kampf um die letzten fünf Positionen auf der Startaufstellung des Finalrennens war Ed Jones der Favorit. Jones hätte sich eigentlich schon in seiner Gruppe qualifiziert, verlor allerdings die Verbindung. Im Last Chance Race setzte er sich auf die Pole und ließ von Beginn an nichts anbrennen. Obwohl er am Start die Führung an Gabby Chaves verlor, holte er sich die Führungsposition auf der ersten Runde wieder zurück. Luca Ghiotto und Bradley Smith folgten den beiden. Zwischen den ersten 4 gab es keinen großen Kampf um die Positionen. Dafür ging es im Rennen um Platz 5 hoch her. Harry Tincknell und Michael Benyhia kollidierten im Duell um den Finaleinzug. Andy Priaulx nutzte diese Kollision aus und qualifizierte sich für das Finale. Den Rennsieg holte sich Ed Jones vor Gabby Chaves Luca Ghiotto, Bradley Smith und Andy Priaulx.

Finalrennen: Kevin Siggy gewinnt zum ersten Mal

Kevin Siggy setzte sich im Finalrenen auf die Pole. Hinter ihm klassifizierten sich Jernej Simoncic, Bono Huis, Rudy Van Buren und Joonas Raivio. Der schnellste echte Rennfahrer auf einer Runde war Stoffel Vandoorne auf Rang 7.

Siggy gelang auf der beste Start auf dem zehnründigen Finalrennen. Dahinter blieben die weiteren Piloten erstmal in der selben Reihenfolge wie am Start. In der zweiten Runde übernahm Bono Huis Rang 2 von Simoncic, während Raivio von der Strecke rutschte und an das Ende des Feldes durchgereicht wurde. Kevin Siggy baute in der Folge seine Führung auf über zwei Sekunden aus, da sich seine Verfolger zunehmend bekriegten. Jernej Simoncic holte sich in der fünften Runden Platz 2 von Huis zurück, verlor die Position aber wieder eine Runde später an den Niederländer. Kurz vor dem Ende verlor SImoncic sein Heck und kollidierte mit Van Buren, was Erhan Jajovski den dritten Platz bescherte. Auf der letzten Runde übertrumpfte Van Buren Jajovski allerdings noch. Kevin Siggy holte sich den Sieg vor Bono Huis und Rudy Van Buren. Mike Epps klassifizierte sich als bester Real-World-Rennfahrer den sechsten Platz, direkt vor Stoffel Vandoorne der P7 belegte.

Jan Magnussen und Rubens Barrichello gewinnen Legendenrennen

In der letzten Woche debütierte im Rahmen der ESports All-Star-Battle das Legendenrennen. An diesem Lauf beteiligten sich 18 mehr oder weniger bekannte Namen aus der Motorsport-Geschichte. An diesem Wochenende gab es die zweite Auflage dieses Wettkampfes. Dieses mal als ein breiter angelegtes Event mit zwei Läufen.

Wie schon in der letzten Woche war auch diesmal eine illustre Gruppe bestehend vor allem aus ehemaligen Formel-1 und Indycar-Piloten an den Start.

Starterliste Legendenrennen

Rubens Barrichello David Brabham Jenson Button
Helio Castroneves Gil De Ferran Adrian Fernandez
Emerson Fittipaldi Dario Franchitti Tony Kanaan
Vitantonio Liuzzi Jan Magnussen Tiago Monteiro
Juan Pablo Montoya Max Papis Emanuele Pirro
Andy Priaulx Mika Salo Darren Turner

Magnussen gewinnt das erste Rennen

Jan Magnussen setzte sich in dem Brabham BT44B mit vier Zehntel Vorsprung auf Pole, gefolgt von Dario Franchitti, David Brabham, Emanuele Pirro und Jenson Button.

Im Rennen kam Franchitti besser von der Linie weg, Magnussen holte sich aber in Kurve 1 die Führung zurück und zog in dem 5-Runden-Sprintrennen anschließend dem Feld davon. Dario Franchitti verlor auf der ersten Runde auch die zweite Position an Andy Priaulx. Das Führungstrio blieb für den Rest des Rennens unverändert, während es dahinter sehr chaotisch wurde. Obwohl das allgemeine Level höher war als bei der ersten Ausgabe, kam es zu einigen Drehern. Magnussen gewann das Rennen vor Priaulx und Franchitti. Platz 4 belegte David Brabham und Rang 5 ging an Emanuele Pirro.

Im zweiten Rennen, das mit einer auf den Kopf gestellten Startaufstellung begann, gab es schon auf der ersten Runde mehrere Kollisionen. Max Papis konnte seine Pole Position in eine frühe Führung ummünzen. Ihm folgten Rubens Barrichello und Tiago Monteiro.

In der zweiten Runde übernahm Barrichello die Spitzenposition von Papis. Kurze Zeit später wurde der Italiener von seinem Landsmann Emmanuele Pirro gedreht. Tiago Monteiro übernahm zwar kurzzeitig die zweite Position, wurde aber wieder von Pirro gestellt. Doch keiner konnte mehr den Kampf gegen Rubens Barrichello aufnehmen. Der Ex-Formel-1-Fahrer sicherte sich den Sieg. Emmanuele Pirro und Tiago Monteiro platzierten sich auf dem Podium.

Der Sieger des ersten Rennens, Jan Magnussen, wurde schon am Start in einen Unfall verwickelt, und beendete den Lauf auf der zehnten Position.


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