Motorsport-Magzain.com Plus
eSports

Premiere in Bathurst: MAHLE startet im Sim-Racing durch

Das deutsche Automotive-Unternehmen MAHLE geht neue Wege und ist ab sofort prominent im Sim-Racing vertreten. Die Premiere verlief vielversprechend.

Motorsport-Magazin.com - Während Rennspiele im Games-Bereich bereits seit jeher beliebt sind, befindet sich nun auch das Segment der Race-Simulationen in einem massiven Aufwind. Auf realitätsgetreuen Plattformen wie iRacing.com, das über 100.000 aktive User verzeichnet, liefern sich Fahrerinnen und Fahrer aus aller Welt online packende Rennen auf höchstem Niveau. MAHLE hat diesen Trend früh erkannt und gehört zu den ersten Unternehmen, die sich im großen Stil im Sim-Racing engagieren. Mit Unterstützung des etablierten Sim-Teams Williams Esports geht 2020 das MAHLE RACING TEAM an den Start.

"Für uns war es ein logischer Schritt, uns intensiv mit dem Sim-Racing zu beschäftigen und dort eine starke Präsenz von MAHLE zu schaffen", sagt Sebastian Goldbach, bei MAHLE für die Motorsport- und eSports-Kommunikation verantwortlich. "Wir sind überzeugt, dass das gesamte Segment sehr schnell und sehr stark wachsen wird. Deshalb sind wir 2020 mit unserem eigenen MAHLE RACING TEAM auf iRacing am Start."

Seine Premiere feierte das Team Anfang Februar beim iRacing Bathurst 12 Hours. Eine Woche nach dem realen 12-Stunden-Rennen auf dem "Mount Panorama Circuit" kämpften auch die besten Sim-Racer der Welt in Australien um den Sieg. Unter anderem mit dabei: Formel-1-Star Max Verstappen, der in seiner Freizeit regelmäßig bei iRacing-Events antritt. Mit dem BMW Z4 GT3 im charakteristischen MAHLE Design nahmen der Spanier Alex Arana und Agustin Canapino aus Argentinien das Rennen in Angriff. Vom achten Platz gestartet arbeite sich Arana schnell in die Spitzengruppe vor - und übernahm bald darauf die Führung. Insgesamt 120 Runden lang lagen er oder Canapino an der Spitze des Feldes.

Foto: Mahle Racing Team

"Wenn ein Unternehmen neu ins Sim-Racing einsteigt, dann ist das eine vollkommen neue Welt. Man muss einiges an Infrastruktur aufbauen und eine Menge Erfahrungen sammeln", meint Steven English, Head of Esports bei Williams. "Bei Williams haben wir ein reifes eSports-Projekt aufgebaut, alles ist bereits an seinem Platz. So sind wir in einer starken Position, um MAHLE genau die Unterstützung zu geben, die es braucht, um erfolgreich zu sein und etwas im Sim-Racing zu bewirken. Das hat beim Bathurst-Event super funktioniert. Zusammen konnten wir das Rennen 120 Runden lang anführen. Eine halbe Stunde vor Schluss schied das Auto leider aus, nachdem es von einem zurückliegenden Konkurrenten getroffen worden war. Aber insgesamt war es ein fantastischer Start. Daran wollen wir in den kommenden Rennen anknüpfen."

MAHLE begleitete das Event mit einer intensiven Berichterstattung auf den eigenen Social-Media-Kanälen - und konnte ein positives Zwischenfazit ziehen. "Unser Debüt im Sim-Racing kam bei unseren Followern im Social Web wahnsinnig gut an", berichtet Goldbach. "Der Realismus der Fotos und Videos, die im Rennen entstehen, sowie die Geschwindigkeit, mit der sie noch während des Events verfügbar sind, sind einfach herausragend. Dass es noch dazu auch sportlich für unsere beiden Fahrer Alex Arana und Agustin Canapino sehr gut lief, war natürlich das i-Tüpfelchen."

Highlights - iRacing Bathurst 12 Hours: (01:29 Min.)

Arana überzeugte mit tollen Überholmanövern und schnellen Rundenzeiten in Serie. Er meinte: "Ich konnte mich schnell nach vorn arbeiten und uns an die Spitze des Feldes bringen. Agustin hat dann ebenfalls einen beeindruckenden Job gemacht und alles im Griff gehabt. Der Sieg war definitiv möglich, aber dann hat uns der unglückliche Zwischenfall mit einem Porsche aus dem Rennen geworfen. Das war schade. Aber es fühlt sich gut an zu wissen, dass wir absolut konkurrenzfähig waren."

Canapino ist in seiner argentinischen Heimat beinahe ein Social-Media-Star, mit knapp 160.000 Followern auf Instagram. Auch er war vom ersten Sim-Racing-Auftritt von MAHLE begeistert: "Es hat insgesamt riesigen Spaß gemacht. Ich hatte harte Duelle mit Mitchell DeJong und Max Verstappen. Alex war sehr, sehr stark unterwegs. Erst der Unfall hat uns dann aus dem Rennen um den Sieg geworfen. Aber sowas passiert im Motorsport nun mal - auch im virtuellen."

Im Saisonverlauf wird das MAHLE RACING TEAM bei fünf weiteren iRacing Special Events in Sebring (15. März), auf dem Nürburgring (25./26. April), in Le Mans (20./21. Juni), in Spa-Francorchamps (11./12. Juli) und in Road Atlanta (4. Oktober) antreten.


Motorsport-Magzain.com Plus