Es war lange nicht klar, welche Rolle die Jahreswagen in dieser Saison spielen würden. Zwar erleichterte man die 2008er-Boliden im Vergleich zum Vorjahr um fünf Kilogramm, dafür sind die neueren Autos mittlerweile ausgeklügelt und aufgeräumt. Jamie Green zeigte nach dem vierten Platz im Qualifying auch im Rennen mit Platz drei eine gute Leistung.
"Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat und auf dem Podium zu stehen ist einfach fantastisch", berichtete Green, der im Vorjahr sogar ein Rennen gewinnen konnte. "Ich muss mich auch bei dem Team bedanken, denn ein guter Fahrer ohne ein gutes Auto schafft es nicht so weit nach vorne."
Durch seinen späten ersten Boxenstopp sammelte Green sogar einige Führungsrunden, mit einer Chance auf den Sieg rechnete der Mercedes-Pilot dennoch nicht. "Gary und Bruno hatten es in der Hand. Ich wollte nur so viele Punkte wie möglich holen", so der Familienvater.
Im Laufe der 39 Rennrunden musste auch Green auf seine Reifen Acht geben, immerhin war man durch die Probleme bei Audi vorgewarnt. "Es war einfach wärmer als bei den vorherigen Saisonstarts in Hockenheim", stellte Green fest. "Außerdem ist die erste Kurve viel schneller geworden und die Reifen werden mehr belastet. In meinem langen Stint musste ich die Reifen sehr schonen, denn wenn ich attackiert hätte, wäre auch bei mir die Chance für einen Reifenschaden gegeben gewesen."
Vor dem Wochenende ging Green eigentlich davon aus, dass das Podium ein unerreichbares Ziel sei. "Doch wir sind konkurrenzfähiger als erwartet", erläutert der Brite. "Zwar sind wir nur fünf Kilo leichter geworden, doch wir sind dabei."

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