Der Nürburgring wird gerne als Grüne Hölle bezeichnet. Damit beziehen sich die spitzfindigen Journalisten allerdings auf die altehrwürdige Nordschleife. Verglichen mit der alten, zwischen 1925 und 1927 erbauten Nordschleife mit mehr als 70 Kurven und über 20 Kilometer Länge, scheint die Nürburgring Grand Prix Strecke mit einer Streckenlänge von 3,629 Kilometer beinahe wie ein Short Track, vergleicht man die reinen Daten auf dem Papier. Doch in dem Moment, wo man aus der Boxengasse auf die Strecke fährt, wird man eines Besseren belehrt.
Der moderne Kurs in der Eifel ist eine hochmoderne Anlage, die den DTM-Fahrern alles abverlangt. Eine ausgewogene Mischung aus schnellen Passagen und engen Kurven paart sich mit einer Berg- und Talfahrt, die im DTM-Kalender ihres gleichen sucht. Schon am Ende der Boxengasse schaut man bergab in das scheinbar viel zu enge Yokohama-S. Direkt danach geht es in die Mercedes Arena. Hier durchfährt man zwei Links- und zwei Rechtskurven bevor man nach einer kurzen Geraden und vorbei an einer schnellen Linkskurve in die Ford-Kurve einbiegt.
"Die Mercedes-Arena ist nicht leicht zu fahren und es ist schwierig eine gute Linie zu finden. Man darf es auf gar keinen Fall übertreiben", verrät Markus Winkelhock. Als Schlüsselstelle gilt die NKG-Schikane vor Start und Ziel. "Man kann dort versuchen den Vordermann in die langsame Schikane hinein auszubremsen", weiß Winkelhock. Den Rundenrekord hält Gary Paffett mit 1:24.442 Minuten, aufgestellt im Jahr 2005. Der Mercedes-Pilot kommt als Spitzenreiter in die Eifel - in der Fahrerwertung liegt Paffett gleichauf mit Mattias Ekström auf Platz eins.

diese DTM Hintergrund