Nicht immer konnte Paul di Resta in dieser Saison gleich zwei HWA-Kollegen besiegen. Doch auch wenn er im Qualifying Ralf Schumacher und Gary Paffett hinter sich ließ: Der Schotte, der 2007 für Sensationen gesorgt und 2008 überzeugt hatte, ging auch heute im teaminternen Kampf mit Bruno Spengler unter. "Es war eher enttäuschend. Wir hätten besser sein müssen. Ich war am Morgen zuversichtlich, aber wir haben uns nicht genug verbessert", kommentiert di Resta gegenüber Motorsport-Magazin.com sein mäßiges Abschneiden auf Platz neun.

Auch in Oschersleben verweisen die Mercedes-Piloten auf ihr Long-Run-Setup, das morgen wahre Wunder vollbringen soll. "Im Renn-Setup haben wir ein starkes Auto. Es wird ein langes Rennen", blickt di Resta voraus. "Es ist aber schwer vorauszusagen, was noch möglich sein wird. Das Wetter könnte sich noch ändern, und die ersten Kurven werden hier sehr brenzlig." Auch der sechstplatzierte Bruno Spengler verweist auf die Erfolge des morgendlichen freien Trainings: Insbesondere auf abbauenden Reifen sei die Performance der Mercedes-Boliden sehr vielversprechend.

Dennoch schreibt Spengler dem Gewichtsnachteil auch morgen große Auswirkungen zu. "Das Gewicht hilft uns sicher nicht, gerade hier in Oschersleben. Es gibt hier viele Kerbs und viele lange Kurven. Da spielt das Gewicht eine umso größere Rolle, so dass wir hier sicher einen Nachteil von drei bis vier Zehntelsekunden haben", sagte der Kanadier. Dass dies nicht Rückstand von rund einer Sekunde erklärt, weiß aber auch di Resta: "Das Gewicht hat einen Einfluss, aber ich weiß nicht, wie groß er ist. Audi ist hier auf dieser Strecke generell sehr stark. Wir können nicht alles auf das Gewicht schieben..."