"Oschersleben ist eine fließende Strecke mit einigen schnellen Kurven und insgesamt vielen Richtungsänderungen. Ich mag die Strecke. Für gute Rundenzeiten muss man mit viel Einsatz fahren. Vor allem in die langsameren Kurven muss man aggressiv hineinfahren und mit viel Schwung herauskommen", weiß Audi-Pilot Tom Kristensen. Die Piloten brauchen eine gute Balance und einen guten mechanischen Grip, wenn sie im Qualifying eine schnelle Runde hinlegen wollen.
Die kurzen Geraden, auf denen nicht mehr als 235 km/h erreicht werden, und die häufigen Richtungswechsel machen das Überholen sehr schwierig. Um das Überholen im Rennen zu erleichtern, wurde vor der Saison 2007 am Ende der Start-Ziel-Gerade eine enge Links-Kurve vor der lang gezogenen Rechtskehre eingebaut. Der gewünschte Effekt blieb aber aus. Die Links-Rechts-Kombination, die im zweiten Gang gefahren wird, gilt unter den Piloten immer noch als beste Stelle, um einen Angriff auf den Gegner zu wagen.
Kein Platz für kleine Fehler
Der neu gestaltete Streckenteil hat aber auch seine Tücken. Vor allem nach dem Start kommt es im engen Knick zu Zusammenstößen, wenn sich die Piloten in der Anbremszone einsortieren müssen. "Zudem ist der Kurs sehr eng. Das heißt, es ist kein Platz für kleine Fehler. Eine gute Fahrzeugabstimmung ist in Oschersleben besonders wichtig. Der Asphalt hat generell relativ wenig Haftung, der Grip nimmt jedoch mit jeder Runde zu. Im Regen ist die Strecke sehr rutschig - ganz besonders in der ersten Kurve", weiß Kristensen.
Für die Fans ist Oschersleben immer eine Reise wert. Von den hohen Tribünen im Innenbereich erhalten die DTM-Besucher eine gute Übersicht über weite Teile der 3,696 Kilometer langen Strecke in der Magdeburger Börde. Durch die Nähe zu Wolfsburg pilgern meist auch viele VW-Anhänger in die Magdeburger Börde, um Audi zu unterstützen.

diese DTM Nachricht