Nur scheinbar verfällt Ralf Schumacher in die Stagnation: Nach den Startplätzen 15, 14 und 13 bei den ersten drei Rängen fuhr der sechsfache Grand-Prix-Sieger auch im Lausitzer Zeitfahren auf Startposition 13 - distanzierte jedoch seine Kollegen im Mercedes-Jahreswagen noch deutlicher als zuvor: Außer ihm hatte es keiner der Mücke und Persson-Piloten in die zweite Session des Qualifyings geschafft. "Ich bin sicherlich noch nicht so weit, dass ich behaupten könnte, ich habe mich eingelebt", bleibt Ralf Schumacher dennoch weiterhin bescheiden.
Dass die Mercedes-Jahreswagen bei aller Freude über seine Achtungserfolge weiterhin hinter den Erwartungen zuückbleiben, sieht Schumacher als logische Konsequenz der Entwicklung in Neuwagenreihen: "Den großen Sprung der Neuwagen nach vorne konnten wir nicht mitgehen. Dass der Audi schnell ist, war von Beginn an klar, nun wird auch der neue Mercedes immer schneller." So muss der frühere Toyota-Pilot ebenso wie sein Teamkollege Maro Engel auf Missgeschicke in der Spitzengruppe hoffen - sowie auf einen guten Start von seiner Seite:
"Ich hoffe auf einen guten Start, denn der ist mir ja beim letzten Mal weißgott nicht gelungen. Christijan Albers ist immer für eine Überraschung gut - und die erste Kurve ist sehr speziell. Augen zu und zu - man kann nur hoffen, dass man niemanden trifft und nicht getroffen wird", kündigt Schumacher an. Nachdem er bislang in der ersten Runde stets in Berührungen verwickelt war, hat er auch für den morgigen Start Befürchtungen: "Ganz ohne Kollision wird es sicher nicht funktionieren. Man hat die Auslaufzonen durch die erhöhten Kerbs beschränkt - da passt kein DTM-Auto drüber."
Obwohl für Schumacher der EuroSpeedway Lausitz bisher noch eine fahrerische Unbekannte war, findet sich der Mücke-Pilot augenscheinlich gut mit dem Kurs zurecht. Eine aus Mercedes-Sicht erfreuliche Beobachtung, die jedoch mit einsetzendem Regen enden könnte: "Die Strecke sieht anfangs leichter aus, als sie letztlich ist. Für die Unerfahrenen wie mich wäre vor allem der Regen eine schwierige Situation, ohne dass ich darauf vorbereitet wäre."
"Wir können nur hoffen, dass wir in diesem Moment den richtigen Reifendruck wählten." Die gegnerische Persson-Truppe sieht sich hingegen für den Regen bestens gewappnet - und will sich morgen aus dem Schatten des Kerpener Shooting-Stars befreien...

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